Sicherheitslücken bei der Verkehrsüberwachung

19.04.16 13:11

Verkehrsüberwachung: Viele Straßensensoren sind leicht manipulierbar

Von Ariane Mohl

Die von Verkehrssensoren erfassten Daten sind oft nur unzureichend vor Manipulationen durch Kriminelle geschützt. Schon einfache Maßnahmen können helfen, sagen IT-Sicherheitsexperten.

Kameras und Sensoren, die in vielen Kommunen zur Verkehrsüberwachung genutzt werden, haben oft schwere Sicherheitslücken. Das haben Experten von Kaspersky Lab bei einem Verkehrssensorik-Test in Moskau herausgefunden. „Städte sind auf valide Daten über den Verkehrsfluss für dessen aktuelle Steuerung und die zukünftige Planung angewiesen“, sagt Denis Legezo, Sicherheitsexperte bei Kaspersky Lab. „Verkehrssensoren können viel zu leicht manipuliert werden. Ein Problem, das sofort behoben werden muss, damit die Planung und Umsetzung zukünftiger städtischer Infrastrukturmaßnahmen nicht beeinträchtigt wird.“

Priorität bei Verkehrsüberwachung: Datensicherheit

Sollte es Kriminellen gelingen, sich Zugang zur Verkehrsinfrastruktur einer Kommune zu verschaffen, besteht aus Sicht der Experten von Kaspersky Lab die Gefahr, dass über Straßensensoren erfasste Daten gefälscht oder gelöscht werden.

 

Um solche Manipulationen auszuschließen, sollten Kommunen die Kennzeichnung der Hersteller von den Geräten entfernen. So könne verhindert werden, dass Hacker sich für sie wichtige Informationen zur Steuerung der Sensoren online beschaffen. Zudem sollte der Standardname der Geräte abgeändert werden. Ein Einfallstor für Cyberkriminelle sind nach Einschätzung der Kaspersky-Sicherheitsexperten auch leicht knackbare Passwörter. Kommunen sollten darauf achten, ein mehrstufiges Authentifizierungsverfahren mit starken Passwörtern zu nutzen.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de