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27.08.18
Recht & Steuern

Anklage gegen Ex-Kämmerer von Lichtenwald erhoben

Um mehr als 300.000 Euro soll der langjährige Kämmerer der Gemeinde Lichtenwald bei Stuttgart seinen Arbeitgeber geprellt haben. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe.

Der ehemalige Kämmerer der kleinen Gemeinde Lichtenwald muss sich bald wegen Untreue in einem besonders schweren Fall vor Gericht verantworten. Dem 62-Jährigen wird vorgeworfen, über Jahre hinweg Gelder der Gemeinde in die eigene Tasche gesteckt zu haben.

 

Bürgermeister Ferdinand Rentschler beziffert den Gesamtschaden auf knapp 321.500 Euro. Für den Großteil sei zwar die Versicherung der Gemeinde aufgekommen. Dennoch sei der Schaden für die finanzschwache Kommune „immens“, betonte der Bürgermeister gegenüber der Regionalpresse.

 

Seine Pensionsansprüche hat der vom Dienst suspendierte Kämmerer bereits verloren. Anfang des Jahres legte er ein notarielles Schuldanerkenntnis ab. Bei einer Verurteilung droht dem früheren Finanzverantwortlichen eine Haftstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

 

Lichtenwald hat rund 2.700 Einwohner und liegt in der Nähe von Stuttgart.

 

a.mohl(*)derneuekaemmerer(.)de

 

Korruption, Untreue, manipulierte Zahlen: Immer wieder geraten Kämmerer und Bürgermeister in das Visier der Ermittlungsbehörden. Auf der DNK-Themenseite Haftung finden Sie alles Wissenswerte zu Haftungsfragen und aktuellen Verfahren.