Axa vs. Stadt München

29.11.16 15:51

Axa verklagt Stadt München auf Schadenersatz

Die missglückte Sprengung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg könnte die Stadt München teuer zu stehen kommen. Die Axa will sich ihre bereits geleisteten Schadenszahlungen nun von der Stadt zurückholen.

Die Axa klagt gegen die Stadt München. Die Versicherung fordert Schadenersatz für Sachleistungen im Zusammenhang mit einer aus dem Ruder gelaufenen Fliegerbombensprengung im Jahr 2012. Damals waren im Münchner Stadtteil Schwabing ganze Straßenzüge in Brand geraten. Durch die Druckwelle der Bombe wurden unzählige Fenster zerstört und Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. Die betroffenen Eigentümer machten die Schäden bei ihren Versicherungen geltend, darunter auch die Axa. Die zahlte, will sich die Gesamtsumme von 400.000 Euro nun jedoch von der Stadt wiederholen. Der Grund: Die von der Stadt beauftragte Firma sei bei der Sprengung der Bombe „stümperhaft“ vorgegangen und sei somit für die Schäden verantwortlich. Da die Stadt die Vorwürfe zurückweist, muss nun ein unabhängiger Gutachter klären, ob es bei der Detonation fachliche Fehler gegeben hat.

 

Sollte Axa den Prozess gewinnen, stehen der Stadt München wahrscheinlich weitere Klagen ins Haus. Nach einem Bericht des Münchner Merkurs hatte die Allianz-Versicherung nach der Sprengung 2,5 Millionen Euro an ihre Kunden ausbezahlt. Bei der Versicherungskammer Bayern waren es rund 2,3 Millionen Euro.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de