Streit um Luxuswohnungen

08.07.15 15:58

Bauinvestorin verklagt Dresden auf Schadensersatz

Von Katharina Schlüter

Eine Bauinvestorin fordert 3 Millionen Euro Schadensersatz von der Stadt Dresden. Dass mit der Investorin nicht zu spaßen ist, machte sie bereits im Mai deutlich: Damals ließ sie einen Teil des Elbradweges wegbaggern.

Der Streit zwischen der Bauinvestorin Regine Töberich und der Stadt Dresden eskaliert weiter: Wie das Landgericht Dresden am Dienstag mitteilte, hat Töberich per Fax eine Amtshaftungsklage gegen die Landeshauptstadt eingereicht. Töberich fordert Schadensersatz in Höhe von 3 Millionen Euro.


Bei dem Streit geht es um die Frage, ob Töberich auf einem von ihr erworbenen Grundstück an der Elbe Luxuswohnungen bauen darf. Die Architektin hatte im Oktober 2014 einen Bauantrag bei der Stadt eingereicht. Laut Landgericht argumentiert Töberich, dass ihr die positive Antwort im Januar 2015 hätte zugehen müssen. Stattdessen entschied der Stadtrat im Mai 2015, dass Töberich nur 4.000 statt wie beantragt 22.000 Quadratmeter Wohnfläche bauen darf. Im Juni lehnte die Stadt den Antrag dann komplett ab. Töberich beziffert den ihr dadurch entgangenen Gewinn auf 24,2 Millionen Euro. In ihrer Klage fordert sie einen Schadensersatz in Höhe von 3 Millionen Euro.


Dass mit Töberich nicht zu spaßen ist, machte sie bereits im Mai deutlich: Als Protest gegen die Auflagen des Stadtrates ließ Töberich einen Teil des Elbradweges wegbaggern. Da dieser Teil des Radweges jedoch nicht über ihr Grundstück, sondern über eine städtische Fläche lief, ließ Töberich den Radweg auf eigene Kosten reparieren.

 

k.schlueter@derneuekaemmerer.de