11.12.15
Recht & Steuern

Bewährungsstrafe für Ex-Kämmerer

Der ehemalige Kämmerer der bayerischen Gemeinde Igensdorf ist zu einer zur Bewährung ausgesetzten Haftstrafe von 1,5 Jahren verurteilt worden. Er hatte Gelder der Gemeinde sowie eines Sportvereins veruntreut. Die Richterin kritisierte auch die Zustände in der Gemeinde deutlich.

Das Amtsgericht Bamberg hat den ehemaligen Kämmerer der bayerischen Gemeinde Igensdorf zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Die Haftstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Dies berichte die Nordbayerischen Nachrichten online.

 

Der Angeklagte gestand, über 63.600 Euro sowohl aus der Kasse des FC Stöckach wie auch von den Konten der Gemeinde Igensdorf veruntreut zu haben. In einer abschließenden Erklärung bat der 32-Jährige um Verzeihung. Er sei überfordert gewesen, habe 80 Stunden die Woche gearbeitet.

 

Laut Nordbayerischen Nachrichten wertete die Richterin das Geständnis als „ehrlich gezeigte Reue“. Strafmildernd war zudem, dass der ehemalige Kämmerer schon vor Beginn des Verfahrens einen Großteil des Geldes zurückgezahlt habe. Deutlich kritisierte die Richterin aber die Zustände in der Verwaltung der Gemeinde. So hätte diese ihre Führsorgepflichten vernachlässigt, der Angeklagte habe neben der Kämmerei noch zahlreiche Zusatzaufgaben betreut. Zudem seien die Kontrollmechanismen dürftig gewesen.