OVG-Urteil zu Hochrisikospielen in der Bundesliga

21.02.18 12:14

DFL muss sich an Polizeikosten für Risikospiele beteiligen

Von Ariane Mohl

Etappensieg für das Land Bremen: Im Streit mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat das OVG Bremen entschieden, dass die DFL sich an Mehrkosten für die Sicherheit bei Hochrisikospielen beteiligen muss. Die DFL will in Revision gehen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) musste vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Bremen eine Niederlage einstecken. Am heutigen Mittwoch hat das OVG entschieden, dass die DFL sich an Mehrkosten für Polizeieinsätze bei sogenannten Hochrisikospielen der Bundesliga beteiligen muss. Entsprechende Gebührenforderungen des Landes Bremen an die DFL seien rechtens.

 

Grundsätzlich sei es zwar Aufgabe des Staates für Sicherheit zu sorgen. Allerdings gelte es auch zu berücksichtigen, dass mit den Fußballspielen auch deshalb Geld verdient werde, weil die Polizei die Turniere entsprechend absichere, begründete das Gericht seine Entscheidung.

 

Hintergrund des Rechtsstreits zwischen dem Land Bremen und der DFL ist die Frage, ob es rechtens ist, dass der Profifußball, der mit seinen Turnieren erhebliche Gewinne erzielt, Mehrkosten für Polizeieinsätze auf den Steuerzahler abwälzen darf. Das Land Bremen hatte erstmals im Jahr 2015 der DFL einen Gebührenbescheid über 425.000 Euro geschickt, nachdem ein Spiel zwischen Werder Bremen und dem HSV in einer Massenschlägerei geendet war. Wie Sueddeutsche.de berichtet, fordert das Land Bremen von der DFL die Übernahme von Mehrkosten in Höhe von rund zwei Millionen Euro.

 

Im Mai vergangenen Jahres hatte das Verwaltungsgericht Bremen der DFL Recht gegeben. Daraufhin hatte das Land Bremen das OVG angerufen. Beendet ist der Rechtsstreit damit jedoch nicht. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, will die DFL in Revision gehen.  

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de