20.04.18
Recht & Steuern

Frankfurt: Verdacht auf Korruption im Ordnungsamt

Zwei Mitarbeiter des Frankfurter Ordnungsamtes sollen von der Unter-der-Hand-Vergabe von Taxi-Konzessionen finanziell profitiert haben. Das Antikorruptionsreferat geht den schweren Vorwürfen derzeit nach.

Die Stadt Frankfurt prüft, ob bei der Vergabe von Taxi-Konzessionen durch das Ordnungsamt Korruption im Spiel war. Wie die F.A.Z. in ihrem Rhein-Main-Teil berichtet, besteht der Verdacht, dass zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes finanziell von dem Schwarzmarkthandel mit den heiß begehrten Konzessionen profitiert haben.

 

Nach Angaben der Frankfurter Rundschau ist die Zahl der Taxi-Konzessionen in der Mainmetropole auf 1712 limitiert. Taxi-Unternehmen, die Interesse an einer Konzession haben, müssen sich beim Ordnungsamt melden. Da die Dokumente sehr begehrt sind und nur wenige Unternehmen ihre Konzession zurückgeben, sind die Wartelisten extrem lang. Um die Wartezeit zu verkürzen, sollen einzelne Taxi-Unternehmen bereit sein, auf dem Schwarzmarkt bis zu 110.000 Euro für einen Erlaubnisschein zu zahlen.

 

 

Das Antikorruptionsreferat der Stadt Frankfurt geht den Vorwürfen nun nach. Darüber hinaus hat das Ordnungsamt laut Frankfurter Rundschau ein Gutachten in Auftrag gegeben, um zu ermitteln, wie hoch der Bedarf an Taxi-Konzessionen tatsächlich ist. Auf dem Prüfstand steht demnach auch die bisherige Vergabepraxis in diesem Bereich.

 

a.mohl(*)derneuekaemmerer(.)de