Schwere Vorwürfe gegen den Alt-OB von Ingolstadt

12.03.18 11:31

Ingolstadt: Anklage gegen Ex-OB Lehmann erhoben

Von Ariane Mohl

Alfred Lehmann, der frühere Oberbürgermeister von Ingolstadt, muss sich wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit und Untreue vor Gericht verantworten. Er soll sich beim Kauf mehrerer Wohnungen Vorteile verschafft haben.

Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt hat Anklage gegen Alfred Lehmann (CSU), den früheren Oberbürgermeister der Stadt, erhoben. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, werden ihm Bestechlichkeit in zwei Fällen sowie Untreue in einem Fall zur Last gelegt.

 

Konkret geht es um mehrere Immobiliengeschäfte des früheren Stadtoberhaupts. Lehmann soll dafür gesorgt haben, dass ein Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Pionierkaserne an einen Bauunternehmer aus dem Kreis Eichstätt veräußert wurde. Im Gegenzug soll Lehmann dort zu einem vergleichsweise günstigen Preis mehrere Studentenwohnungen gekauft haben.

 

Darüber hinaus ist der Verkauf mehrerer Flächen durch das Ingolstädter Klinikum Gegenstand der Anklage. Lehmann saß seinerzeit im Aufsichtsrat der städtischen Tochter und erwarb auf dem früheren Krankenhausareal privat eine Luxuswohnung.

 

Alfred Lehmann war von 2002 bis 2014 Oberbürgermeister von Ingolstadt. Gut ein Jahr lang wurde gegen den Ex-OB ermittelt. Im Fall einer Verurteilung drohen Lehmann, der seine Unschuld beteuert, mehrere Jahre Haft.   

 

a.mohl@dereuekaemmerer.de