Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

16.01.17 11:42

Korruptionsvorwürfe: Chef der Wirtschaftsförderung Potsdam ist rehabilitiert

Von Anne-Kathrin Meves

Die Vorwürfe gegen Stefan Frerichs, Chef der Wirtschaftsförderung Potsdam, haben sich als haltlos erwiesen. Gegen Frerichs war wegen des Verdachts der Vorteilsnahme ermittelt worden.

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat die Korruptionsermittlungen gegen den Chef der Wirtschaftsförderung Potsdam, Stefan Frerichs, eingestellt. Das teilte sie am vergangenen Dienstag der Landeshauptstadt Potsdam mit, wie die Stadt wiederum am Donnerstag in einer Meldung veröffentlichte.

Frerichs war vorgeworfen worden einen Auftrag an eine Beratungsfirma vergeben zu haben, für die er selbst gearbeitet hatte. „Ich freue mich, dass die Akteneinsichtnahme der Staatsanwaltschaft die korrekte Arbeit meiner Wirtschaftsförderung, insbesondere von Stefan Frerichs klar und ohne Einschränkung bestätigt hat“, kommentierte Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs nun die Einstellung der Ermittlungen. Mit diesem Ergebnis ist Frerichs vollständig rehabilitiert. Die erhobenen Vorwürfe hätten laut Anwältin Grit Dietze „jeglicher Grundlage“ entbehrt.

Die Ermittlungen gegen den Chef der Wirtschaftsförderungen gingen auf eine anonyme Anzeige bei der Staatsanwaltschaft aus dem Jahr 2015 zurück. Demnach sollte Frerich 2011 angeblich einen Auftrag an ein Beratungsunternehmen vergeben haben, für das er zuvor selbst tätig war.

anne-kathrin.meves@frankfurt-bm.com