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10.11.16
Recht & Steuern

McDonald’s verklagt Stadt Florenz auf Schadenersatz in Millionenhöhe

Ein Rechtsstreit mit McDonald’s könnte für die Stadt Florenz teuer werden. Weil der US-Konzern keine Filiale in der Altstadt eröffnen darf, zog er vor Gericht. Der Stadt droht eine Schadenersatzforderung in Millionenhöhe.

Die Fastfoodkette McDonald’s hat die Stadt Florenz nach Informationen des britischen Guardian beim zuständigen Verwaltungsgericht auf Schadenersatz in Höhe von 17,8 Millionen Dollar verklagt. Der US-Konzern wollte eine Filiale am Piazza del Duomo in der Florenzer Altstadt eröffnen. Die Stadt hatte jedoch ihr Veto eingelegt. Der Grund: Im Januar hatte der Stadtrat beschlossen, dass Restaurants typisch regionale Spezialitäten aus der Toskana oder der Stadt Florenz anbieten sollen. So will man nach Angaben von Bürgermeister Dario Nardella das traditionelle Gewerbe in der Innenstadt unterstützen.

 

McDonald’s geht auch deshalb vor Gericht, weil das Unternehmen nach eigenen Angaben eigens ein Konzept entwickelt hatte, das die von der Stadt beschlossenen Vorgaben berücksichtigt. Die Absage durch die Stadt sei daher rechtswidrig, heißt es von Seiten des Konzerns.

 

Beim Versuch, Filialen in historischen Innenstädten zu eröffnen, stehen Ketten wie McDonald's immer wieder vor der Schwierigkeit, Vorgaben der jeweiligen Städte erfüllen zu müssen. Kompromisse müssen etwa bei der Gestaltung der Außenfassade gemacht werden.

 

a.mohl(*)derneuekaemmerer(.)de