Verfahren gegen zwei weitere Beschuldigte im Nürburgring-Skandal eingestellt

22.06.17 12:26

Nürburgring-Skandal: Nur noch Ex-Finanzminister Deubel auf der Anklagebank

Von Ariane Mohl

Die juristische Aufarbeitung des Nürburgring-Skandals kommt voran. Das Verfahren gegen zwei weitere Angeklagte wurde gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt.

Im Untreue-Prozess um die geplatzte Privatfinanzierung des Nürburgring-Ausbaus muss sich nur noch der frühere rheinland-pfälzische Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) vor Gericht verantworten. Das Landgericht Koblenz hat nach Informationen der Rhein-Zeitung das Verfahren gegen den ehemaligen Chef der Förderbank ISB sowie den Geschäftsführer einer ISB-Tochter eingestellt. Beide Männer mussten eine Geldauflage in Höhe von 10.000 bzw. 7.500 Euro zahlen. Die neue Verhandlung war nötig geworden, weil der Bundesgerichtshof das Urteil des Landgerichts von 2014 im vergangenen Jahr teilweise aufgehoben und zurückverwiesen hatte.

 

Voraussichtlich Ende des Jahres soll die Hauptverhandlung gegen Ingolf Deubel beginnen. Er war im April 2014 wegen Untreue in 14 Fällen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Im Juli 2009 war er als Finanzminister zurückgetreten, nachdem die Finanzierung des Ausbaus der Rennstrecke zu einem Freizeit- und Businesszentrum gescheitert war. Für die Kosten in Höhe von 330 Millionen Euro musste das Land Rheinland-Pfalz aufkommen.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de