Tatvorwürfe eingeräumt

04.12.14 12:02

Oberfranken: Bürgermeister festgenommen

Von Ina Bullwinkel

Am Mittwoch hat die Staatsanwaltschaft Hof Ermittlungen gegen den Bürgermeister der oberfränkischen Gemeinde Zapfendorf, Matthias Schneiderbanger (CSU), wegen des Verdachts der Untreue eingeleitet. Am Dienstag wurde Schneiderbanger bereits vorläufig festgenommen.

 

Am Donnerstag gab die Staatsanwaltschaft in einer Pressemitteilung bekannt, dass Schneiderbanger die ihm zur Last gelegten Tatvorwürfe der schweren Untreue eingeräumt habe. In der Zeit vom 1. Januar 2013 bis zum 16. Oktober 2014 hatte sich der Bürgermeister durch mehrere Buchungsmanipulationen insgesamt rund 300.000 Euro aus dem Vermögen der Gemeinde angeeignet.

Die Staatsanwaltschaft Hof hat nun die Bamberger Kriminalpolizei damit beauftragt, festzustellen, wohin die Gelder geflossen sind. Außerdem hat die Staatsanwaltschaft vermögenssichernde Maßnahmen zu Gunsten der 5.000-Einwohner-Gemeinde Zapfendorf vorgenommen. Bürgermeister Schneiderbanger befindet sich in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt. Der zweite Bürgermeister Siegfried Bauer (Vereintes Umland) hat derweil die Amtsgeschäfte im Rathaus übernommen.

Quellen: Mittelbayerische Zeitung, Der Neue Kämmerer