Maßnahme gegen Spielsucht

13.02.18 16:13

Offenbach führt Wettaufwandsteuer ein

Von Melanie Weber

Die Stadt Offenbach wird ab dem 1. Juli eine Wettaufwandsteuer in Höhe von 3 Prozent pro Wette erheben. Kämmerer Freier erhofft sich dadurch Mehreinnahmen von rund 260.000 Euro. Zudem soll so Spielsucht bekämpft werden.

Ab dem 1. Juli will die Stadt Offenbach eine Wettaufwandsteuer erheben. Dies beschloss der Magistrat der Stadt vergangene Woche. Grundlage der Satzung ist ein Musterentwurf des Hessischen Städtetages zur Besteuerung von Wettbüros. Demnach fallen bei Sportwetten in den 26 gemeldeten Wettbüros der Stadt pro Wette 3 Prozent Steuern an. Stadtkämmerer Peter Freier (CDU) rechnet damit, dass dadurch zusätzliche 260.000 Euro in die Stadtkasse gespült werden.

 

Zugleich betonte er, dass die Stadt mithilfe der neuen Steuer versuchen wolle, Spielsucht zu bekämpfen. Man hoffe, so die Ansiedlung und den Betrieb von Wettbüros und Spielhallen in Offenbach einzudämmen.

 

Auch etliche andere hessische Städte wie Hanau haben eine Wettbürosteuer beschlossen. In NRW und Baden-Württemberg hatten Betreiber von Wettbüros zum Teil mit Erfolg gegen die Besteuerung von Wetten geklagt.

 

melanie.weber@frankfurt-bm.com