Verwaltungsangestellter unterschlug über eine halbe Millionen Euro

27.10.15 11:20

Prozess gegen ehemaligen Mitarbeiter der Stadt Beilngries

Von Marc-Fabian Körner

Ab Anfang November muss sich ein ehemaliger Mitarbeiter der bayerischen Stadt Beilngries vor dem Landgericht Ingolstadt wegen besonders schwerer Untreue verantworten. Insgesamt soll er über eine halbe Millionen Euro aus der Kasse der Stadt unterschlagen haben.

Wegen insgesamt 39 Fällen von Untreue mit einem Gesamtschaden von 581 000 Euro muss sich ein 48-jähriger ehemaliger Mitarbeiter der Stadt Beilngries ab dem 3. November vor dem Landgericht Ingolstadt verantworten. Nach Informationen des Donaukuriers soll er zwischen Juli 2011 und Dezember 2013 wechselnde Beträge zwischen 2 .400 und 95.000 Euro aus den Kassen der Stadt auf sein Privatkonto überwiesen haben.


Der Pressesprecher des Landgerichts teilte gegenüber dem Donaukurier mit, dass es sich hierbei um „einen besonders schweren Fall von Untreue“ handle, da der Schaden sehr groß sei und der Beschuldigte die Tat mehrmals wiederholt habe.


Teilweise Wiedergutmachung sei indes geleistet worden, der amtierende Bürgermeister Alexander Anetsberger (CSU) hoffe, dass die Stadt ihr Geld zurückbekomme. Mehrere Vermögensgegenstände des Angeklagten seien schon veräußert worden.


Die Stadt Beilngries hat knapp 9.000 Einwohner und liegt im oberbayerischen Landkreis Eichstätt.


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