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24.10.18
Recht & Steuern

Prozessauftakt im Miesbacher Sparkassenskandal

Im Zusammenhang mit dem Sponsoring-Skandal der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee müssen sich unter anderem der ehemalige Landrat Jakob Kreidl und der frühere Institutschef Georg Bromme vor Gericht verantworten. Es geht um einen üppigen Zuschuss für eine private Feier und teure Reisen.

Der ehemalige Landrat Jakob Kreidl (CSU) steht seit dem heutigen Mittwoch wegen seiner Verstrickung in die sogenannte Miesbacher „Amigo-Affäre“ vor Gericht. Wie der Münchner Merkur berichtet, ist er in zehn Fällen der Vorteilsannahme und 17 Fällen der Untreue angeklagt. Verantworten muss sich auch der frühere Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee, Georg Bromme. Er ist in 68 Fällen der Untreue und 37 Fällen der Vorteilsgewährung angeklagt. Auf der Anklagebank des Münchner Landgerichts II sitzen zudem Martin Mihalovits, der aktuelle Chef der Miesbacher Sparkasse, sowie Roland Böck, ein früherer Vorstand des Instituts.  

Im Kern geht es bei der Miesbacher Amigo-Affäre um das großzügige Sponsoring der Sparkasse. Mit 77.000 Euro soll die Bank etwa Kreidls Feier zu seinem 60. Geburtstag im August 2012 bezuschusst haben. Gegenstand des Verfahrens sollen laut übereinstimmender Medienberichte auch dubiose Immobiliengeschäfte, Luxusreisen des Sparkassenvorstands sowie teure Renovierungen im Landratsamt sein. Insgesamt soll ein Schaden von mindestens 1,25 Millionen Euro entstanden sein.

 

a.mohl(*)derneuekaemmerer(.)de

 

Immer wieder geraten Kämmerer und Bürgermeister in das Visier der Ermittlungsbehörden. Auf der DNK-Themenseite Haftung finden Sie alles Wissenswerte.