Bau des Apollo-Theaters

25.01.16 13:23

Siegen fordert 2,8 Millionen Euro Schadenersatz

Von Ariane Mohl

Weil beim Bau des Apollo-Theaters gegen das Vergaberecht verstoßen wurde, muss die Stadt Siegen Fördergelder in Millionenhöhe zurückzahlen. Nun will sie sich das Geld von dem Unternehmen holen, das für den Bau verantwortlich war.

Die Stadt Siegen verklagt ein auswärtiges Unternehmen, das für den Bau des Apollo-Theaters verantwortlich war auf 2,8 Millionen Euro Schadenersatz. Das geht aus einem Artikel der WAZ hervor. Die Firma, so der Vorwurf der Stadt, habe vergaberechtliche Vorschriften nicht hinreichend beachtet.

 

Mit der beim Landgericht Siegen eingereichten Klage reagiert die Stadt auf eine Forderung der Bezirksregierung Arnsberg. Diese hatte die Stadt Siegen im Juni 2015 aufgefordert, 3,5 Millionen Euro Fördergelder zurückzuzahlen. Nach Einschätzung der Bezirksregierung war das Vergabeverfahren nicht ordentlich über die Bühne gegangen. Wolfgang Cavelius, der Kämmerer von Siegen, sagte der WAZ, dass mögliche Versäumnisse der Generalunternehmerin nicht im Verschulden der Stadt zu suchen seien. Die Stadt müsse sich bei der Vergabe eines solchen Großauftrags darauf verlassen können, dass das Vergaberecht beachtet werde.

 

Ein Termin für die mündliche Verhandlung steht noch nicht fest. Um keine Verzugszinsen zahlen zu müssen, hat Siegen die geforderten 3,5 Millionen Euro überwiesen. Zu den Erfolgschancen der Klage wollte Cavelius sich nicht äußern.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de