30.05.18
Recht & Steuern

Untreueverdacht gegen Mülheimer OB Scholten

In Mülheim an der Ruhr sind Untreuevorwürfe gegen Oberbürgermeister Ulrich Scholten laut geworden. Darauf reagiert die Stadt nun mit einem Prüfverfahren. Kämmerer Frank Mendack hat außerdem externe Wirtschaftsprüfer beauftragt.

Mülheims Oberbürgermeister Ulrich Scholten (SPD) steht in dem Verdacht, Spesen nicht korrekt abgerechnet zu haben. Laut eines Berichts der WAZ vom Dienstag haben Mitarbeiter Kämmerer Frank Mendack (SPD) auf Unregelmäßigkeiten aufmerksam gemacht. Demnach soll es um Mittel gehen, die dem Oberbürgermeister  beispielsweise zur Bewirtung von Gesprächspartnern zur Verfügung stehen. Auf Nachfrage von DNK wollte Mendack die Darstellung der WAZ weder bestätigen noch dementieren.

Stadtdirektor lässt Untreuevorwürfe prüfen

Stadtdirektor Frank Steinfort will die gegen Scholten vorgebrachten Vorwürfe nun prüfen lassen, meldet die Stadt an der Ruhr am heutigen Mittwoch. Momentan ist der Oberbürgermeister laut Informationen der Stadt krank geschrieben und war deshalb für eine persönliche Stellungnahme nicht zu erreichen. Die Stadt verwies stattdessen auf eine heute veröffentlichte Pressemitteilung: „Aufgrund von Gerüchten in der Verwaltung und in der Bevölkerung über angebliche missbräuchliche Verwendung der Kreditkarte des Oberbürgermeisters wurde jetzt ein Prüfverfahren eingeleitet,“ heißt es dort. Zusätzlich habe Kämmerer Mendack ein externes Wirtschaftsprüfungsunternehmen beauftragt.

Nach Abschluss der Prüfungen soll Scholten die Möglichkeit bekommen, selbst Stellung zu den Ergebnissen zu nehmen. Bis dahin gilt laut Steinfort „selbstverständlich die Unschuldsvermutung.“

ak.meves(*)derneuekaemmerer(.)de