Untreueverdacht gegen den Ex-Bürgermeister von Homburg

26.10.16 15:11

Untreueverdacht: Hausdurchsuchung beim ehemaligen Oberbürgermeister von Homburg

Von Ariane Mohl

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreue gegen den früheren Homburger Oberbürgermeister Schöner. Er soll Mitarbeiter der Stadt auf seinem eigenen Grundstück eingesetzt haben. Ungereimtheiten gibt es auch im Zusammenhang mit verschwundenem Musik-Equipment, das im Proberaum des Hobbymusikers aufgetaucht sein soll.

Im Zuge der Ermittlungen wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten rund um den Baubetriebshof Homburg hat die Staatsanwaltschaft das Haus des früheren Homburger Oberbürgermeisters Karlheinz Schöner (CDU) durchsucht. Das berichtet das Online-Portal Sol.de, das zum Verlag der Saarbrücker Zeitung gehört.

 

Schöner wird unter anderem vorgeworfen, in den Jahren 2012 und 2013 städtische Mitarbeiter während ihrer normalen Arbeitszeiten auf seinem Privatgrundstück für Baumaßnahmen eingesetzt zu haben.

 

Die Staatsanwaltschaft prüft auch, ob das eigentlich für städtische Einrichtungen bestellte Musik-Equipment im Wert von 12.000 Euro im Proberaum der Band des damaligen Oberbürgermeisters landete.

 

Laut Sol.de konnte bei der Hausdurchsuchung umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden. Schöners Anwalt teilte mit, dass sein Mandant an einer Klärung der Vorwürfe interessiert sei.

 

Schöner war von 2008 bis 2014 Oberbürgermeister von Homburg. Homburg ist Kreisstadt des Saarpfalz-Kreises im Saarland und hat gut 43.600 Einwohner.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de