Verdacht der Untreue

15.01.16 16:31

Verfahren gegen Kämmerer der Stadt Rendsburg eingestellt

Von Ariane Mohl

Im Zusammenhang mit dem Verkauf städtischer Grundstücke wurde gegen den Rendsburger Kämmerer wegen des Verdachts auf Untreue und Urkundenfälschung ermittelt. Nun stellte sich heraus, dass er zu Unrecht beschuldigt wurde.

Die Staatsanwaltschaft Kiel hat das Ermittlungsverfahren gegen Herwig Schröder, den Kämmerer der Stadt Rendsburg, nach fast einem Jahr eingestellt. Der Vorwurf der Untreue im Zusammenhang mit dem Verkauf von städtischen Grundstücken in der Straße Tanneck sei haltlos, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Eine Anwohnerin hatte dem Kämmerer vorgeworfen, eine der Stadt gehörende Fläche zu günstig verkauft zu haben. Dieser Verdacht hat sich nicht ebenso wenig erhärtet wie der Vorwurf der Urkundenfälschung, den die Staatsanwaltschaft bereits im März 2015 eingestellt hatte.

 

Schröders Dienstherr, der Rendsburger Bürgermeister Pierre Gilgenast, ist erleichtert, dass die Vorwürfe nun endgültig vom Tisch sind. Der Kämmerer sei ein pflichtbewusster Beamter, der sich um die Stadt verdient gemacht habe. Ihm sei zu wünschen, dass seine untadelige Reputation schnell wieder hergestellt werde.

 

 

Darauf hofft auch der zu Unrecht beschuldigte Kämmerer. Im Gespräch mit der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung räumte Schröder ein, dass es beim Verkauf der Parzellen durchaus Versäumnisse gegeben habe. „Ich bedauere, dass vor dem Verkauf der Pachtgrundstücke nicht mit den Pächtern gesprochen wurde.“ Auch Bürgermeister Gilgenast räumte ein, dass „nicht alles so gelaufen ist, wie es hätte laufen sollen“. Strafrechtliche Verfehlungen habe es aber nicht gegeben.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de