Krankenhausaffäre um Wilhelmshavener Ex-Oberbürgermeister

12.09.16 14:14

Wilhelmshaven: Ex-Oberbürgermeister Menzel muss sich vor Gericht verantworten

Von Ariane Mohl

Wegen des Verdachts auf schwere Untreue ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg seit vier Jahren gegen den früheren Wilhelmshavener Oberbürgermeister Menzel. Er soll dem ehemaligen Geschäftsführer des städtischen Krankenhauses eine großzügige Ruhestandsregelung ermöglicht haben. Nun müssen beide sich vor Gericht verantworten.

Der ehemalige Wilhelmshavener Oberbürgermeister Eberhard Menzel (SPD) und der frühere Geschäftsführer des städtischen Reinhard-Nieter-Krankenhauses, Jörg Brost, müssen sich wegen des Verdachts auf schwere Untreue vor Gericht verantworten. Das berichtet die Nordwest Zeitung.

 

In dem seit 2012 laufenden Verfahren geht es um die Ruhestandsregelung für Brost. Dieser war vor Erreichen der Altersgrenze aus dem Dienst ausgeschieden. Das Krankenhaus überwies ihm dennoch weiterhin rund 18.000 Euro pro Monat. Die Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb auch gegen mehrere Mitglieder städtischer Gremien, die der Ruhestandsregelung zugestimmt haben sollen. 

 

Menzel war vom 1. November 1986 bis zum 31. Oktober 2011 Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de