Alternative Finanzierungen

Neben dem klassischen Kommunalkredit nutzen immer mehr Kommunen Finanzierungsinstrumente wie Anleihen und Schuldscheine. Der Neue Kämmerer informiert über die neuesten Platzierungen bzw. Emissionen und deren Hintergründe.

Traumkonditionen: Stadt Hamm debütiert mit Schuldschein

Die Stadt Hamm hat erstmals einen Schuldschein begeben. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 25 Jahren und ist mit 1,66 Prozent verzinst. Kämmerer Markus Kreuz (CDU) freut sich über die Resonanz aus der Bankenwelt – und kann sich weitere Schuldscheinemissionen in den kommenden Jahren durchaus vorstellen.

Saarbrücken sammelt 100 Millionen Euro ein

Zum zweiten Mal hat die Stadt Saarbrücken Geld über Schuldscheindarlehen eingesammelt. Das Volumen wurde aufgrund der großen Nachfrage der Investoren aufgestockt - Kämmerer Torsten Lang (SPD) freut sich über die Resonanz.

Hattingen begibt erstmals Schuldschein

Kämmerer Frank Mielke sammelt für die Stadt Hattingen frisches Geld ein. Dafür hat die Stadt nun erstmals einen Schuldschein emittiert.

Daimler platziert Schuldschein via Blockchain

Daimler hat gemeinsam mit der LBBW erstmals einen Schuldschein mithilfe der Blockchain-Technologie platziert. Es lohnt also der Blick über den öffentlichen Tellerrand.

VKU startet Crowdfunding-Plattform zur Förderung kommunaler Unternehmen

Der VKU stellt seinen Mitgliedsunternehmen ab sofort eine Crowdfunding-Plattform zur Verfügung, mit der Geld für kommunale Vereine und Projekte eingesammelt werden kann. Erster Nutzer sind die Stadtwerke Bielefeld.

NRW-Städte platzieren weitere Anleihen

Insgesamt fünf NRW-Städte haben erneut den Kapitalmarkt angezapft: Anfang April ging die fünfte NRW-Städteanleihe an die Düsseldorfer Börse, beteiligt waren Essen, Gelsenkirchen, Remscheid und Solingen. Mitte März emittierte die Stadt Dortmund im Alleingang ihre zweite Anleihe. Die Erfahrungen in Dortmund zeigen: Die Mittelverwendung ist den Investoren ziemlich egal, wichtig ist vor allem der Schuldenstand.