Doppik/EPSAS

Während viele Kommunen noch mit der Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik kämpfen, bringt die EU mit den EPSAS die nächste Reform der Rechnungslegung auf den Weg. Wir halten Sie über die Debatte auf internationaler wie auf nationaler Ebene auf dem Laufenden.

Von B wie Belgien bis Z wie Zypern: Mit den EPSAS soll die Rechnungslegung EU-weit vereinheitlicht werden.

EPSAS: „Wer nicht mitarbeitet, ist raus“

Die Diskussion um die EPSAS-Reform bleibt verfahren: Befürworter fordern, dass Deutschland sich viel intensiver in die aktuelle Debatte einbringen müsse. Der Bund weist die ihm unterstelle Blockadehaltung aber weiterhin von sich. Und: Eurostat gibt sich diplomatisch.

Mecklenburg-Vorpommern will Doppik vereinfachen

Vor allem kleine Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern stöhnen unter der Doppik. Innenminister Lorenz Caffier will für Abhilfe sorgen. Ein Doppik-Erleichterungsgesetz soll es richten.

Sachsens Kommunen hinken mit Doppik hinterher

Kommunen und Zweckverbände in Sachsen sind in Verzug mit der Umstellung auf die Doppik. Nur ein Bruchteil der Kommunen legt die Jahresabschlüsse fristgerecht vor, stellt der Sächsische Rechnungshof in seinem Jahresbericht fest.

Streit um Doppik-Umstellung: Grimma klagt gegen Kreis

Müssen sächsische Kommunen eine Eröffnungsbilanz vorlegen, damit ihr Haushalt genehmigt wird? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Verwaltungsgericht Leipzig. Geklagt hat die Stadt Grimma, die gegen die Doppik-Umstellung wettert.

Baden-Württemberg: Kommunen kämpfen mit Doppik-Umstellung

Die Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik geht in Baden-Württemberg schleppend voran. Bislang hat erst ein Drittel der Kommunen den Wechsel vollzogen, heißt es laut Gemeindeprüfanstalt. Doch die Zeit drängt.

EPSAS in der Diskussion: Idealtypisch vs. pragmatisch?

Zu wenig Transparenz, vorschnelles Handeln, falsche Zielrichtung: Die EU-Kommission muss sich einige Vorwürfe im Zusammenhang mit dem EPSAS-Projekt anhören. Viele der Kritikpunkte wurden nun auf einer Konferenz diskutiert. Dabei stand allerdings weniger der Sinn der EPSAS zur Debatte, sondern vielmehr die IPSAS als deren inhaltliche Basis.

EPSAS: Kommunen droht weiterer Systemwechsel

Während viele Kommunen noch an der Doppik-Einführung arbeiten und Experten diskutieren, ob die Doppik auch für Bund und Länder sinnvoll wäre, könnte Deutschland von der EU überrollt werden.

Nur rund 58 Prozent der Kommunen gegen EPSAS

Nur sechs Prozent der Kommunen würden eine Einführung der EPSAS begrüßen. Doch so stark, wie diese Zahl vermuten lässt, ist die Front der expliziten EPSAS-Gegner nicht: Rund ein Drittel der Teilnehmer an unserer Kämmererumfrage 2015 hat sich zum Thema EPSAS bisher keine Meinung gebildet. Die Befragung zeigte gleichzeitig auch: Nicht mal die Hälfte der Kommunen, die bereits Erfahrung mit der Doppik haben, finden, dass sich die Umstellung gelohnt hat.

Hessen: Doppik-Umstellung zu langsam

Der hessische Rechnungshof kritisiert den „zögerlichen Fortgang“ bei der Umstellung der Kommunen auf die Doppik.

EPSAS würden Deutschland bis zu 2,3 Mrd. Euro kosten

Am Dienstag veröffentlichte Eurostat die lange erwartete Kosten- und Nutzenevaluierung einer möglichen EPSAS-Einführung. Eurostat sieht sich durch die Studie darin bestätigt, dass der Nutzen der Einführung die Kosten übersteigen würde. Wesentlicher Kostentreiber der Einführung ist die Qualität der IT-Systeme.

EPSAS: Experte zweifelt an EU-Rechtskonformität

Ein aktuelles Rechtsgutachten stellt die europarechtliche Zulässigkeit einer EPSAS-Einführung in Frage: Der EU-Kommission würden derzeit die rechtlichen Grundlagen fehlen, eine EPSAS-Einführung wäre daher nicht ohne eine Änderung der EU-Verträge möglich. Allerdings würde eine EPSAS-Einführung nicht die Haushaltshoheit des Bundestages einschränken.

EU-Task-Force: Zeitplan für EPSAS steht

Aus Sicht des Leiters der EU-Task-Force zum Thema EPSAS, steht der Zeitplan für die Umsetzung der europäischen Rechnungslegung fest. Demnach soll die erste Implementierungsphase bereits im übernächsten Jahr beginnen.