Was Kämmerer zu EPSAS und Doppik wissen müssen

Während viele Kommunen noch mit der Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik kämpfen, bringt die EU mit den EPSAS die nächste Reform der Rechnungslegung auf den Weg. Wir halten Sie über die Debatte auf internationaler wie auf nationaler Ebene auf dem Laufenden.

Unser Gastautor leitet das Projekt EPSAS bei der Finanzbehörde Hamburg.

EPSAS kommt wahrscheinlich später

Die Entwicklung der EPSAS hinkt dem Zeitplan hinterher. Kämmerer sollten dennoch davon ausgehen, künftig europäische Anforderungen erfüllen zu müssen. Deutschland sollte dies als Chance zur Modernisierung nutzen.

Die EPSAS als Standard für alle EU-Staaten? Die deutschen Rechnungshöfe leisten weiter Widerstand.

EPSAS: Rechnungshöfe verabschieden Positionspapier

Fast im Verborgenen haben die Rechnungshöfe von Bund und Ländern eine Erklärung zum EPSAS-Projekt verabschiedet. Den Weg an die Öffentlichkeit hat das Papier allerdings eher zufällig gefunden. Was steckt dahinter?

Uwe Schulten (Leiter Finanzbuchhaltung/Vollstreckung bei der Stadt Leverkusen) und Andrea Stertz (Referentin Finanzmanagement bei der KGSt) berichten über den IPSAS-Praxistest.

IPSAS: „Plötzlich ist das Eigenkapital negativ“

Taugen die IPSAS als Grundlage für die EPSAS? Die Stadt Leverkusen hat einen doppischen Jahresabschluss umgerechnet. Andrea Stertz von der KGSt und Uwe Schulten von der Stadt Leverkusen über den Praxistest.

Ist die am höchsten verschuldete Stadt Sachsen-Anhalts: Halle (Saale).

Landesrechnungshof kritisiert Sachsen-Anhalt

Der sachen-anhaltische Landesrechnungshof kritisiert das Bundesland und seine Kommunalaufsicht. Denn fast jede zweite Kommune musste am Jahresende einen Haushalts-Fehlbetrag ausweisen. Rund die Hälfte der Schulden entfielen dabei auf eine Stadt und zwei Landkreise.

Von B wie Belgien bis Z wie Zypern: Mit den EPSAS soll die Rechnungslegung EU-weit vereinheitlicht werden.

EPSAS: „Wer nicht mitarbeitet, ist raus“

Die Diskussion um die EPSAS-Reform bleibt verfahren: Befürworter fordern, dass Deutschland sich viel intensiver in die aktuelle Debatte einbringen müsse. Der Bund weist die ihm unterstelle Blockadehaltung aber weiterhin von sich. Und: Eurostat gibt sich diplomatisch.

Mecklenburg-Vorpommern will Doppik vereinfachen

Vor allem kleine Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern stöhnen unter der Doppik. Innenminister Lorenz Caffier will für Abhilfe sorgen. Ein Doppik-Erleichterungsgesetz soll es richten.

EPSAS: Bundesrechnungshof stellt sich gegen Harmonisierung

EPSAS einstellen und stattdessen in die Haushaltskonsolidierung investieren: Der Bundesrechnungshof erteilt der EU-weiten Harmonisierung der Rechnungslegung eine deutliche Absage – und sendet einen nachdrücklichen Appell an die künftige Bundesregierung.

Bund und Länder halten EPSAS-Einführung für unwirtschaftlich

In einem Grundsatzpapier äußert eine Bund-/Länder-Arbeitsgruppe erhebliche Zweifel am Nutzen der EPSAS-Einführung. Die Europäische Kommission wird aufgefordert, Alternativen zu prüfen.

Rechnungsprüfer veröffentlichen „Weckruf“

Die kommunalen Rechnungsprüfer fordern eine bessere personelle, technische und finanzielle Ausstattung. Nur so könnte die Rechnungsprüfung von einer kommunalen Pflichtaufgabe zu einem Wirtschaftsfaktor entwickelt werden. Die im IDR vertretenen Revisoren sprechen sich außerdem für die in der kommunalen Welt umstrittene Einführung der europäischen Rechnungslegungsstandards EPSAS aus.

Baden-Württemberg: Umstellung auf Doppik kommt nicht voran

Die große Mehrheit der Kommunen in Baden-Württemberg hat noch nicht auf die Doppik umgestellt. Dieses Festhalten an der Kameralistik kann fatale Folgen haben, warnt der Vize-Chef der Gemeindeprüfanstalt.

EPSAS: Kommunen droht weiterer Systemwechsel

Während viele Kommunen noch an der Doppik-Einführung arbeiten und Experten diskutieren, ob die Doppik auch für Bund und Länder sinnvoll wäre, könnte Deutschland von der EU überrollt werden.

Nur rund 58 Prozent der Kommunen gegen EPSAS

Nur sechs Prozent der Kommunen würden eine Einführung der EPSAS begrüßen. Doch so stark, wie diese Zahl vermuten lässt, ist die Front der expliziten EPSAS-Gegner nicht: Rund ein Drittel der Teilnehmer an unserer Kämmererumfrage 2015 hat sich zum Thema EPSAS bisher keine Meinung gebildet. Die Befragung zeigte gleichzeitig auch: Nicht mal die Hälfte der Kommunen, die bereits Erfahrung mit der Doppik haben, finden, dass sich die Umstellung gelohnt hat.