Der Kämmerer und Bürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam, Burkhard Exner, wird seine Ämter im Frühjahr 2027 niederlegen und in den Ruhestand treten. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, erfolge dieser Schritt nach bewusster persönlicher Abwägung auf eigenen Wunsch. Exner wird zu diesem Zeitpunkt das 69. Lebensjahr vollendet haben und blickt auf eine fast fünfundzwanzigjährige Tätigkeit in Führungsfunktionen bei der Stadt Potsdam zurück.
Prägende Figur der Stadtentwicklung
Burkhard Exner kam im Jahr 2002 vom Landkreis Havelland nach Potsdam, wo er vom damaligen Oberbürgermeister Matthias Platzeck zum Beigeordneten vorgeschlagen wurde. Seit 2006 amtiert er als Bürgermeister. Seine Amtszeit begann laut der Mitteilung in einer Phase großer finanzieller Herausforderungen, als Potsdam noch eine Haushaltssicherungskommune war. Unter seiner finanzpolitischen Führung sei die Konsolidierung des Haushalts gelungen. Der Jurist, der seine Karriere als Rechtsanwalt und später als Gewerkschaftssekretär bei der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) begann, begleitete in Potsdam die Einführung der Doppik und steuerte die Finanzen durch Wachstumsphasen und Krisen wie die Flüchtlingsaufnahme und die Corona-Pandemie.
Nachfolge wird ausgeschrieben
Die Nachfolge für Burkhard Exner ist noch offen. Die Position soll nach Angaben der Stadt zeitnah ausgeschrieben werden. Da im Juli 2027 auch die Amtszeit der Beigeordneten Brigitte Meier endet, plant die Stadt, beide Stellen möglichst zeitgleich neu zu besetzen, um einen nahtlosen Übergang in der Verwaltungsspitze zu gewährleisten.
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel würdigt Exners langjähriges Engagement und betonte, der gemeinsame Fokus für die kommenden Monate liege auf der Aufstellung eines tragfähigen Haushalts. Bis zu seinem Ausscheiden werde Exner die Haushaltsberatungen weiter begleiten, um seine Aufgabe zu einem guten Abschluss zu führen, heißt es aus Potsdam.
Ariane Mohl ist Redakteurin im Public Sektor des F.A.Z.-Fachverlags. Für die Plattform #stadtvonmorgen schreibt sie über die Energiewende in den Städten und Gemeinden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Digitalisierung. Die Politikwissenschaftlerin arbeitet seit rund 20 Jahren als Journalistin. Vier Jahre lang war sie als Redakteurin für den Neuen Kämmerer tätig. Nach fünf Jahren bei der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) ist sie seit Juli 2025 wieder für den F.A.Z.-Fachverlag im Einsatz.

