Was Kämmerer zur Grundsteuer wissen sollten

Ab 2025 wird die Grundsteuer neu berechnet. Nach langem Streit hat der Bundesrat im November 2019 eine Reform beschlossen. Jetzt müssen die Länder entscheiden, ob sie die sogenannte Öffnungsklausel nutzen oder dem Modell von Bundesfinanzminister Olaf Scholz folgen wollen. Alle Hintergründe und Aktuelles finden Sie hier.

Der sächsische Landtag hat gestern das Gesetz für die Neuregelung der Grundsteuer verabschiedet (Archivbild von 2020).

Grundsteuer: Sachsen verabschiedet eigenes Modell

Auch Sachsen wählt den Sonderweg: Der Freistaat hat sein eigenes Grundsteuermodell verabschiedet – und seine Entscheidung mit einem Seitenhieb gegen das Bundesmodell versehen.

Bundesmodell oder Öffnungsklausel: Bei der Grundsteuer gehen die Meinungen in den Bundesländern auseinander.

Bundesmodell oder Öffnungsklausel – das ist hier die Frage

Ab 2025 soll die Grundsteuer einem neuen Rechenmodell folgen. Die genaue Berechnungsgrundlage ist in vielen Bundesländern aber noch unklar, einige sind unentschlossen, und ein Land hat seine Entscheidung sogar schon revidiert.

Das Saarland hat beschlossen, nun doch die Länderöffnungsklausel bei der Grundsteuerreform zu nutzen.

Grundsteuer: Saarland nutzt Länderöffnungsklausel

Anders als ursprünglich angekündigt, wird das Saarland bei der Grundsteuerreform doch von der Länderöffnungsklausel Gebrauch machen. Einen ganz eigenen Weg will Landesfinanzminister Peter Strobel aber trotzdem nicht gehen.

Bayerns Finanzminister Albert Füracker wirbt für die landeseigene "Einfach-Grundsteuer".

Finanzminister Füracker stellt Bayerische Grundsteuer vor

Bayern setzt auf eine wertunabhängige Grundsteuer. Im Freistaat soll ab 2025 ein eigenes Grundsteuermodell gelten. Finanzminister Albert Füracker hält dies für unbürokratischer als das Bundesmodell.

Brandenburgs Finanzministerin Katrin Lange geht davon aus, dass sich bei der Grundsteuer weitere Länder für das Bundesmodell entscheiden werden.

Grundsteuer: Brandenburg wählt Bundesmodell

Brandenburg hat sich bei der Grundsteuer für das Modell von Bundesfinanzminister Olaf Scholz entschieden. Das Steueraufkommen für die Kommunen soll sich durch die Reform nicht verändern. Landesfinanzministerin Katrin Lange sieht im Bundesmodell große Vorteile gegenüber anderen Lösungen.

Baden-Württembergs Finanzministerin Edith Sitzmann hat die Landesgrundsteuer ins Parlament eingebracht.

Baden-Württemberg beschließt eigenes Grundsteuermodell

Ab 2025 gilt in Baden-Württemberg ein modifiziertes Bodenwertmodell bei der Grundsteuer. Das hat der Landtag am Mittwoch beschlossen. Der Steuerzahlerbund kündigt eine „Phase der Nachbesserungen“ an.

Bundesrat beschließt Reform der Grundsteuer

Nach langem Streit hat der Bundesrat die Reform der Grundsteuer beschlossen. Nun müssen die Länder für sich die Frage beantworten, ob sie die Öffnungsklausel nutzen oder das Scholz-Modell nutzen.

Nach Bayern wollen jetzt auch Hamburg und Niedersachsen eine Alternative zum Grundsteuermodell des Bundes erarbeiten.

Grundsteuer-Alternative von weiteren Ländern favorisiert

Auch Hamburg und Niedersachsen wollen bei der Grundsteuererhebung auf ein Alternativmodell setzen. Sie suchen jetzt Kontakt zu ihren Kollegen in Bayern – und zu anderen Bundesländern.

Gutachten: Ist die Grundsteuerreform verfassungswidrig?

Ein Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages äußert Zweifel an der Verfassungskonformität der Grundsteuerreform. Die vom Gesetzgeber gewählte Bewertungsmethode führe zu erheblichen Verzerrungen.

Bundestag beschließt Reform der Grundsteuer

Nach langem Streit hat der Deutsche Bundestag für das von der Bundesregierung und den Koalitionsfraktionen eingebrachte Gesetzespaket zur Reform der Grundsteuer gestimmt. Trotz der Einigung ist der Ärger über die nun beschlossene Öffnungsklausel groß.

Einigung bei der Reform der Grundsteuer

FDP und Grüne haben ihren Widerstand gegen die Reform der Grundsteuer aufgegeben. Morgen soll der Bundestag das Reformpaket beschließen. Doch nicht alle Bedenken der Opposition wurden ausgeräumt.

Grundsteuer: Experten plädieren für Grundgesetzänderung

Nächste Runde im Grundsteuer-Krimi: Experten halten eine Änderung des Grundgesetzes mehrheitlich für nötig. Für Kopfzerbrechen sorgen mögliche Auswirkungen auf den Länderfinanzausgleich.