Krankenhaus-Skandal

15.02.16 13:49

Weingarten: Neue Ermittlungen gegen Ex-Kämmerer

Von Ariane Mohl

Neue Runde im Finanzskandal um das Weingartener Krankenhaus: Weil sich die beiden Ex-Kämmerer in ihren Stellungnahmen in Widersprüche verstrickten, rollt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wieder auf.

Eigentlich waren die Ermittlungen gegen die beiden ehemaligen Weingartener Kämmerer Michael Sonntag und Anton Buck längst abgeschlossen. Doch nun kommt nach Informationen der Schwäbischen Zeitung neue Bewegung in die Sache. Über ihre Anwälte haben Sonntag und Buck Stellung zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen genommen. Nun will die Staatsanwaltschaft Ravensburg die Ermittlungen wieder aufnehmen. Der Grund: In ihren schriftlichen Ausführungen haben sich die beiden Ex-Kämmerer offenbar derart in Widersprüche verstrickt, dass Oberstaatsanwalt Karl-Josef Diehl gegenüber der Schwäbischen Zeitung von einem „neuen Tatsachenvortrag“ spricht. „Das können wir so nicht stehenlassen“, betonte er. Es gelte nun zu prüfen, ob die korrigierte Aussage von Michael Sonntag überhaupt richtig sei.

 

Ob am Ende Anklage gegen die beiden früheren Kämmerer erhoben wird, ist weiterhin unklar. Diehl rechnet damit, dass die Entscheidung darüber in der ersten Hälfte des Jahres fallen wird.

 

Im Zentrum der Ermittlungen gegen Sonntag und Buck steht der Finanzskandal um das Weingartener Krankenhaus „14 Nothelfer“. Die ehemals städtische Klinik stand 2012 kurz vor der Insolvenz. Im Oktober 2013 übernahm das Klinikum Friedrichshafen das Krankenhaus. Die Stadt Weingarten bleib auf rund 18 Millionen Euro sitzen.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de