In diesem Monat sind mit dem „Investitionskredit Energieversorgung“ und dem „KfW-Konsortialkredit Energieversorgung“ zwei weitere Bausteine des Deutschlandfonds gestartet. „Der fristgerechte Start dieser beiden Programme zeigt: Der Deutschlandfonds nimmt jetzt Fahrt auf,“ sagt KfW-Vorstandsvorsitzender Stefan Wintels in einer Mitteilung anlässlich des Programmbeginns.
Beide Instrumente richten sich laut Angaben der Förderbank an private und kommunale Unternehmen sowie an Projektgesellschaften. Die Programme hat die KfW im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie des Bundesministeriums der Finanzen entwickelt. Mit den beiden Kreditinstrumenten soll eine langfristige Finanzierung von Investitionen in die Energieinfrastruktur unterstützt werden, bspw. in Wärme- oder Kältenetze sowie in den Ausbau der Stromverteilung in Deutschland mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045.
Deutschlandfonds startete Ende 2025
Den Deutschlandfonds hatte die Bundesregierung im vergangenen Jahr aufgelegt; im Dezember ist er gestartet. Damit soll laut Pressemitteilung der Bundesregierung „mit öffentlichen Mitteln privates Kapital mobilisiert“ werden. Ziel seien zusätzliche Investitionen von rund 130 Milliarden Euro. Diese würden durch Kredite, Beteiligungen und staatliche Risikoabsicherungen durch die KfW umgesetzt.
In einer Mitteilung vom Juli zieht die Bundesregierung eine positive Halbjahresbilanz des Deutschlandfonds, erste Finanzierungen seien bereits getätigt worden. Insgesamt stünden dem Fonds etwa 1 Milliarde Euro an Haushaltsmitteln zur Verfügung sowie Staatsgarantien in Höhe von rund 30 Milliarden Euro. Zusätzlich steuere die KfW 5,3 Milliarden Euro bei.
Kosten der Energiewende
Über die tatsächliche Höhe der laufenden und künftigen Kosten der Energiewende in Deutschland gibt es unterschiedliche Schätzungen und Berechnungen. Eine Studie des Forschungsinstituts Frontier Economics im Auftrag der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) kommt zu dem Ergebnis, dass sich zwischen 2025 und 2049 die Gesamtkosten auf 4,8 bis 5,4 Billionen Euro summieren können. Ohne eine „grundlegende Neuausrichtung der Energiepolitik“ drohten „erhebliche Belastungen“ für Unternehmen, Verbraucher sowie für die öffentliche Hand, warnt die DIHK.
Anne-Kathrin Meves ist Redakteurin der Zeitung „Der Neue Kämmerer“. Nach dem Studium der Anglistik, Geschichte und Wirtschaftswissenschaften (M.A.) hat sie ein Volontariat beim Deutschen Fachverlag in Frankfurt am Main absolviert. Danach wechselte sie 2011 als Redakteurin zu Frankfurt Business Media, dem FAZ Fachverlag. Zunächst schrieb sie dort für die Magazine „FINANCE“ und „Der Treasurer“. 2018 wechselte sie in das Redaktionsteam von „Der Neue Kämmerer“.

