Aktionsplan soll Einsatz von KI vorantreiben

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Mit einem Aktionsplan will Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger Deutschland eine Spitzenposition in der Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) verschaffen. Sie trete „in Vorleistung, um die KI-Strategie der Bundesregierung zusammen mit den anderen Ressorts und Stakeholdern weiterzuentwickeln“, sagte sie bei der Vorstellung des Plans an diesem Mittwoch in Berlin. Am morgigen Dienstag trifft sich das Bundeskabinett zur Klausur in Meseberg, um unter anderem über KI und Verwaltungsdigitalisierung zu sprechen.

KI-Forschung in messbaren Nutzen umsetzen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will mit dem Aktionsplan die bereits erzielten Forschungsergebnisse im Bereich KI in „sicht- und messbare wirtschaftliche Erfolge und einen konkreten spürbaren Nutzen“ umsetzen. Dabei soll KI „europäisch gedacht“ und eine vertrauenswürdige KI „made in Europe“ entwickelt werden. Der Dialog- und Strategieprozess mit anderen Bundesministerien, den Bundesländern und weiteren Stakeholdern „wird gezielt und ergebnisorientiert vorangetrieben“.

Pilotprojekte mit generativer KI im Ministerium

Dazu will die Ministerin eine starke Fachkräftebasis schaffen, die Recheninfrastruktur erweitern, den Zugang zu Daten verbessern und die Forschung vorantreiben. Das BMBF soll „eine führende Rolle bei der Ausgestaltung und Weiterentwicklung der Europäischen KI-Strategie“ spielen. Und sie will KI „verstärkt in der eigenen Verwaltung einsetzen“. So wird noch in diesem Jahr „zunächst intern pilothaft die Nutzung von generativer KI“ getestet. Im kommenden Jahr sollen auch externe Nutzungsmöglichkeiten angeboten werden.

Deutlicher Anstieg der Ausgaben für KI-Projekte

„KI ist eine Schlüsseltechnologie“, sagte Stark-Watzinger, „sie bringt enorme Chancen für Wissenschaft, Wachstum, Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlichen Mehrwert in unserem Land.“ Das BMBF hat daher die 50 laufenden Maßnahmen zur Erforschung, Entwicklung und Anwendung von KI um 20 weitere Vorhaben ergänzt. Das Ministerium beziffert die eigenen Investitionen in KI über die gesamte Legislaturperiode auf über 1,6 Milliarden Euro. Davon entfallen allein 910 Millionen Euro auf die Jahre 2023 und 2024.

g.schilling@derneuekaemmerer.de

Info

KI ist auch eines der Schwerpunktthemen des Deutschen Kämmerertages am 7. September 2023. Nach dem Arbeitskreis „KI in der Finanzabteilung – Zukunftsmusik oder konkretes Szenario?“ folgt die Abschlussrede zum Thema „Künstliche Intelligenz: Was kommt auf uns zu?“.
Gunther Schilling

Gunther Schilling ist Verantwortlicher Redakteur Public Sector mit Schwerpunkt „#stadtvonmorgen“. Für „Der Neue Kämmerer“ schreibt er insbesondere über die Themen Haushalt und kommunale Unternehmen. Der Diplom-Volkswirt ist seit 1990 als Redakteur in der F.A.Z.-Verlagsgruppe tätig. Das Team von „Der Neue Kämmerer“ verstärkt Gunther Schilling seit Januar 2022. Zuvor war er Leitender Redakteur des Außenwirtschaftsmagazins „ExportManager“.