Mainova will sich gegen die geplante Übernahme der RWE-Tochter Innogy durch Eon rechtlich zur Wehr setzen. Der Frankfurter Energieversorger sieht durch den Deal den Wettbewerb beschränkt.

Der Frankfurter Energieversorger Mainova hat angekündigt, rechtliche Schritte gegen die geplante Übernahme von Innogy durch Eon einzuleiten. „Wir gehen davon aus, dass auch andere regionale Energieversorger und Stadtwerke diesen Schritt erwägen“, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag weiter.

Am Dienstag hatte die EU-Kommission die Übernahme von RWE-Tochter Innogy durch Eon unter Auflagen genehmigt. Constantin H. Alsheimer, Mainova-Vorstandsvorsitzende, erklärte laut Mitteilung: „Die Entscheidung der EU-Kommission ist sehr ernüchternd, beschränkt sie doch den Wettbewerb und führt zu einer unangemessenen Marktmacht von E.ON.“

Mainova: Zusagen von Eon sind "unzureichend"

Zuvor hatte Mainova zusammen mit anderen Energieversorgern die Gründe aufgezeigt, die gegen eine fusionsrechtliche Freigabe des geplanten Deals sprechen und die erforderlichen Auflagen benannt, sollte die EU-Kommission dennoch eine Freigabe erwägen. Die jetzt im Rahmen des Genehmigungsverfahrens gemachten Verpflichtungszusagen von Eon seien laut Alsheimer völlig unzureichend.

Der Mainova-Mitteilung zufolge erwüchsen Eon klare Vorteile aus der Übernahme. Hierzu zählten unter anderem die hohe Kundenzahl, der enorme Netzbesitz, der hohe Grad der Marktdurchdringung und eine starke Einkaufsmacht. Auch in weiteren Geschäftsfeldern wie beispielsweise der e-Mobilität, dem Messwesen oder beim Thema Smart Metering wäre Eon stark bevorteilt.

ak.meves(*)derneuekaemmerer(.)de

 

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