Anforderungen der Aufsicht immer strenger

21.02.18 10:15

Ostdeutsche Sparkassen bei Ausschüttungen zurückhaltend

Von Ariane Mohl

Harte Zeiten für Kommunen in Ostdeutschland: Weil die aufsichtsrechtlichen Anforderungen immer strenger werden, wollen die Sparkassen bei den Ausschüttungen an die Träger auf die Bremse gehen.

Kommunen in Ostdeutschland müssen sich auf geringe Ausschüttungen ihrer Sparkassen einstellen. Wie das Handelsblatt berichtet, stimmte Michael Ermrich, Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV), die Träger der Sparkassen bei der Präsentation der Bilanzzahlen auf harte Zeiten ein.

 

Aufgrund neuer aufsichtsrechtlicher Anforderungen müssten die Institute höhere Kapitalpuffer bereithalten. Ermrich sprach von zusätzlichen 2,2 Milliarden Euro Sparkassen-Eigenkapital, das „nicht aus der Luft geschöpft“ werden könne. Üppigere Ausschüttungen an die Kommunen seien angesichts der „Brüsseler Regelungswut“ und der Notwendigkeit, das Eigenkapital zu stärken, künftig „schwerer zu realisieren“, betonte der OSV-Chef.

 

Grundsätzlich bezeichnete Ermrich die Finanzsituation der Sparkassen jedoch als gut. Die 45 Mitgliedssparkassen im OSV hätten im vergangenen Jahr sowohl bei der Kreditvergabe als auch bei den Einlagen ein Plus erzielt, erläuterte er.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de