17.04.18
Haushalt

Baden-Württemberg: Kommunen kämpfen mit Doppik-Umstellung

Die Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik geht in Baden-Württemberg schleppend voran. Bislang hat erst ein Drittel der Kommunen den Wechsel vollzogen, heißt es laut Gemeindeprüfanstalt. Doch die Zeit drängt.

Erst ein Drittel der Kommunen in Baden-Württemberg hat auf die doppelte Buchführung, genannt Doppik, umgestellt. Die Zeit drängt also für die Mehrzahl der Städte und Gemeinden. Denn schafft eine Gemeinde die Umstellung nicht, kann sie keinen rechtmäßigen Haushalt aufstellen. Der letztmögliche Zeitpunkt für die Umstellung ist der 1. Januar 2020.

„Die Sorge, dass es nicht alle schaffen, ist nach wie vor vorhanden“, sagt Markus Günther, Vizepräsident der Gemeindeprüfanstalt (GPA), gegenüber der Schwäbischen Zeitung.

695 Gemeinden müssen noch auf Doppik umstellen

Die neun Stadtkreise und 35 Landkreise des Landes Baden-Württemberg sowie insgesamt 397 Kommunen haben bereits auf das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen umgestellt.  695 Gemeinden allerdings haben die Doppik bislang noch nicht eingeführt. Davon hätten knapp 300 Gemeinden die Absicht, dies zum letztmöglichen Zeitpunkt zu tun, erklärt Julian Würtenberger, Amtschef von Innenminister Thomas Strobl (CDU), auf Anfrage des Aalener CDU-Abgeordneten Winfried Mack.

Günther geht laut Zeitungsartikel davon aus, dass manche Gemeinden beim Zeitplan auf Schwierigkeiten stoßen werden. Denn der Prozess der Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik sei komplex und gerade für kleinere Gemeinden eine Herausforderung.

Dazu kämen zwei Faktoren, die die Umstellung erschweren. Zum einen die baden-württembergischen Rechenzentren. Sie müssen die Daten der Umstellung verarbeiten. Komme es nun bei den Gemeinden zu Verzögerungen, staue sich laut Günther die Arbeit in den Rechenzentren. Der zweite Faktor sei ein Personalmangel in der öffentlichen Verwaltung.

ak.meves(*)derneuekaemmerer(.)de