09.07.18
Haushalt

Leipzig: Gästetaxe soll Millionen in Stadtkasse spülen

Die Messestadt Leipzig plant die Einführung einer Abgabe für Übernachtungsgäste. Die Gästetaxe soll elektronisch abgewickelt werden. Die Einnahmen sollen in touristische Angebote der Stadt fließen.

Ab dem 1. Januar 2019 will die Stadt Leipzig eine Gästetaxe einführen. Touristen und Geschäftsreisende, die gegen Entgelt in Leipzig übernachten, müssen dann pro Übernachtung einen Aufschlag von drei Euro pro Person zahlen. Finanzbürgermeister Torsten Bonew (CDU) rechnet im kommenden Jahr mit Mehreinnahmen von neun Millionen Euro. 2020 sollen dann sogar zehn Millionen Euro in die Stadtkasse fließen.

 

Nach Angaben der Stadt sollen die Mittel aus der Gästetaxe gemäß des Sächsischen Kommunalabgabengesetzes zweckgebunden für touristische Angebote verwendet werden. 50 Prozent der Einnahmen sollen für die Finanzierung der touristischen Infrastruktur verwendet werden, die anderen 50 Prozent sollen in die Finanzierung neuer Vorhaben des Touristischen Entwicklungsplans der Messestadt fließen.

Geringer Aufwand durch digitale Lösung

Den Verwaltungsaufwand will die Stadt dabei so gering wie möglich halten. „Bei der Ausgestaltung der Gästetaxe haben wir das Augenmerk auf die vollständige elektronische Abwicklung gelegt“, erläutert Bonew. „Perspektivisch ist zudem die Meldung und Abführung der Gästetaxe über ein digitales Serviceportal der Stadtverwaltung vorgesehen, um den Prozess weiter zu vereinfachen.“

 

Wie der MDR berichtet, hat sich die Anzahl der Übernachtungen in Leipzig seit dem Jahr 1997 auf das 2,6-fache erhöht. Im vergangenen Jahr gab es rund drei Millionen Übernachtungen in der Messestadt.

 

Im August wird der Leipziger Stadtrat über die Einführung der Gästetaxe entscheiden.

 

a.mohl(*)derneuekaemmerer(.)de