Blick auf Halle an der Saale: Thüringen hat seine Verwaltung als erstes Bundesland auf die E-Rechnung umgestellt.

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04.12.19
Prozessmanagement & IT

Thüringen startet E-Rechnungsportal für Kommunen

In Thüringen können Kommunen Rechnungen nun über ein neues Portal einreichen. Der Freistaat ist das erste Bundesland, das eine entsprechende EU-Vorgabe in nationales Recht umsetzt.

Thüringen bietet Kommunen seit kurzem an, ihre Rechnung elektronisch an die Verwaltung zu senden. Das Angebot gelte auch für Unternehmen und Lieferanten, wie es in einer Mitteilung heißt. Thüringen setzt bei der E-Rechnung auf die einheitliche Lösung des Bundes, das sogenannte zentrale Rechnungseingangsportal (OZG-RE). Damit ist Thüringen laut eigener Aussage das erste Bundesland, das diese zentrale Plattform nutzt.

Für das Angebot hat der Freistaat Rechnungsadressen für alle Verwaltungen, sogenannte Leitweg-IDs, vergeben. Rund 250 kommunale Verwaltungen haben sich bisher angemeldet und können somit den dortigen Unternehmen den neuen elektronischen Rechnungsservice bieten.

E-Rechnung ab April 2020 verpflichtend

Thüringens Finanzstaatssekretär Hartmut Schubert (SPD), der auch als Chief Information Technology Officer (CIO) des Freistaats agiert, zeigt sich erfreut über den Schritt und bezeichnet diesen als „großartige Sache, die für Unternehmen einen echten Mehrwert bringt“. Schubert weiter: „Als kleines Bundesland unternehmen wir große Anstrengungen, um die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen.“

Hintergrund von Thüringens neuem E-Rechnungsportal ist, dass eine EU-Richtlinie sämtliche Verwaltungen und verwaltungsähnliche Einrichtungen zum Empfangen und zur Verarbeitung von E-Rechnungen verpflichtet, sofern diese der europäischen Norm entsprechen. Die Regelung gilt auf Länderebene ab Mitte April 2020. Die Bundesverwaltung hatte die E-Rechnung bereits vergangene Woche flächendeckend eingeführt.

j.eich(*)derneuekaemmerer(.)de

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