„Ich bin in Ratzeburg aufgewachsen“, sagt Said Ramez Payenda rückblickend über die insgesamt mehr als 14 Jahre in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt. Zwar hat er dort nicht all die Jahre gewohnt, aber wichtige Stationen in seinem Leben durchlaufen. So hatte Payenda 2015 nach dem Abitur in Ratzeburg seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten begonnen. Seit vier Jahren wohnt er nun in der Stadt, seit 2022 ist er ihr Kämmerer.
So aneinandergereiht in einer Abfolge von Jahreszahlen hört sich die Geschichte des mittlerweile 30-jährigen Afghanen äußerst geradlinig an. Doch das ist sie nicht. Vor ein paar Jahren hätte auch alles ganz anders laufen können. Kurz vor seinen Abiturprüfungen wäre er beinahe abgeschoben worden, aber er konnte das Gericht davon überzeugen, dass er ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft werden wolle.
Vom Geflüchteten zum Kämmerer: „Ich will all die Liebe zurückgeben!“
