Der These, dass ihre Stadt keine Fußballhochburg ist, würden die Fußballfans in Münster widersprechen. Immerhin stand der SC Preußen Münster 1951 im Finale um die deutsche Fußballmeisterschaft. 1963, als die damals neugegründete Bundesliga in ihre erste Saison startete, gehörten die Preußen zum Teilnehmerfeld. Mit dem Stadion an der Hammer Straße befand sich in Münster eine der modernsten Arenen der Republik. Doch mit den sportlichen Abstiegen der Preußen bis in die vierte Spielklasse verabschiedete sich die Stadt zunehmend aus dem Kreis der führenden Fußballstandorte. Seit dem Aufstieg in die Zweite Liga 2024 erlebt der Klub allerdings eine Renaissance, und auch die Lokalpolitik macht sich auf, das Preußenstadion wieder zu ertüchtigen. Letzteres hat massive Effekte auf den kommunalen Haushalt. Und vor allem, was den Betrieb der Arena betrifft, ist die Finanzarchitektur des Vorhabens undurchsichtig und womöglich fragil.
Kommunalfinanzen: Münster zwischen Stadionbau und Preußenliebe
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