Alternative Finanzierungen

Neben dem klassischen Kommunalkredit nutzen immer mehr Kommunen Finanzierungsinstrumente wie Anleihen und Schuldscheine. Der Neue Kämmerer informiert über die neuesten Platzierungen bzw. Emissionen und deren Hintergründe.

GBG Mannheim begibt ersten Schuldschein

100 Millionen Euro hat die Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mit ihrem ersten Schuldschein erlöst. Das Geld fließt unter anderem in den Bau des neuen Technischen Rathauses.

Stadt Hannover platziert ersten grünen Schuldschein

Als erste deutsche Kommune hat die Landeshauptstadt Hannover mit Erfolg einen Green & Social-Schuldschein emittiert. Die Stadt will so ihr Engagement auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit unterstreichen und hat es zugleich geschafft, die Investorenbasis zu diversifizieren.

Netzausbau: Stadtwerke Lübbecke setzen auf Crowdfunding

2,5 Millionen Euro wollen die Stadtwerke Lübbecke mithilfe von Crowdfunding einsammeln. Das Geld soll in den Netzausbau fließen und die Stadtwerke-Kunden enger an den kommunalen Versorger binden.

Vollständig digital: Verbund begibt grünen Schuldschein

Der Stromversorger Verbund geht neue Wege in der Finanzierung. Zwar ist die aktuelle Transaktion nicht der erste grüne Schuldschein, den die Verbund AG begibt – aber der erste, der über eine vollintegrierte digitale Plattform läuft.

Steigende Zinsen: Viele Kommunen nicht gut vorbereitet

Eine Zinswende würde eine Mehrheit der Kommunen unvorbereitet treffen. Das belegt eine aktuelle Befragung von Kämmerern und Finanzentscheidern kommunaler Unternehmen. Viele bezeichnen ihre Finanzlage als angespannt, rechnen aber für das laufende Jahr mit einer spürbaren Verbesserung.

NRW-Städte platzieren weitere Gemeinschaftsanleihe

Fünf Städte aus Nordrhein-Westfalen haben erneut mit einer Anleihe gemeinsam Geld am Kapitalmarkt eingesammelt. In den Konditionen spiegeln sich erste Effekte der steigenden Zinsen wider – obwohl der Spread auf einem deutlich niedrigeren Niveau als bei den vorangegangenen Transaktionen liegt.

VKU startet Crowdfunding-Plattform zur Förderung kommunaler Unternehmen

Der VKU stellt seinen Mitgliedsunternehmen ab sofort eine Crowdfunding-Plattform zur Verfügung, mit der Geld für kommunale Vereine und Projekte eingesammelt werden kann. Erster Nutzer sind die Stadtwerke Bielefeld.

NRW-Städte platzieren weitere Anleihen

Insgesamt fünf NRW-Städte haben erneut den Kapitalmarkt angezapft: Anfang April ging die fünfte NRW-Städteanleihe an die Düsseldorfer Börse, beteiligt waren Essen, Gelsenkirchen, Remscheid und Solingen. Mitte März emittierte die Stadt Dortmund im Alleingang ihre zweite Anleihe. Die Erfahrungen in Dortmund zeigen: Die Mittelverwendung ist den Investoren ziemlich egal, wichtig ist vor allem der Schuldenstand.

VÖB: Kommunalfinanzierung wird zukünftig schwieriger

Der VÖB warnt: Banken werden sich aus der Kommunalfinanzierung zurückziehen und Kommunalratings an Bedeutung gewinnen. Hintergrund ist die voraussichtlich ab 2020 geltende Leverage Ratio. Insbesondere finanzschwache Kommunen könnten sich laut VÖB zukünftig in der Finanzierung schwerer tun, die regionalen Disparitäten könnten weiter wachsen.

Bühnen Köln platzieren Schuldscheindarlehen

Mit einem Schuldscheindarlehen in Höhe von 200 Millionen Euro wollen die Bühnen Köln die Sanierung ihrer Spielstätten finanzieren. Die Sanierung ist mittlerweile deutlich teurer geworden als ursprünglich geplant.

Region Hannover platziert Schuldschein

Die Region Hannover hat einen Schuldschein platziert. Das Besondere: Der Schuldschein ist endfällig, ist aber in mehrere Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten unterteilt. So konnten auch Investoren gewonnen werden, die nur endfällige Strukturen abbilden können.

Statistisches Bundesamt: Kämmerer gehen ins Risiko

Kommunen verschulden sich stärker kurzfristig und nutzen so die niedrigen Zinsen. Gleichzeitig steigen damit allerdings auch die Risiken in den kommunalen Haushalten.