Best of Kämmerer-Wahl: Das sind die schönsten Antworten 2024

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Das Jahr hat zwar nur zwölf Monate, aber in unserer monatlichen Online-Rubrik Kämmerer-Wahl haben sich 2024 sogar mehr als 14 Kämmerinnen und Kämmerer den Fragen gestellt: Die DNK-Redaktion findet, das ist Anlass genug, noch einmal allen unseren Leserinnen und Lesern zu danken, die bei der Fragebogenaktion trotz allerorten prall gefüllter Terminkalender mitgemacht haben – verbunden mit dem Hinweis, dass alle diejenigen Kämmerinnen und Kämmerer, die sich bislang noch nicht dazu entschlossen haben, sich gerne jederzeit melden können. Mit Ihren Antworten stehen die Chancen gut, auch das Jahr 2025 wieder ein bisschen zu verlängern!

Das Jahr verlängert dank Kämmerer-Wahl

Lassen Sie uns jetzt einen Blick zurückwerfen auf die amüsantesten, pointiertesten und verblüffendsten Antworten aus diesem Jahr: Die Eröffnung der diesjährigen Kämmerer-Wahl-Fragebögen hat im Januar Norbert Nießing aus Borken übernommen. Als ehemaliger Musiker antwortete er auf die Frage „Lerche oder Nachtigall?“ natürlich mit „Nachtigall“. Auch Thorsten Brehm, Kämmerer der Stadt Nürnberg, bezeichnet sich als fränkischer „Nachtgiger“. Zwar ist er kein ehemaliger Musiker, aber als überzeugter ÖPNV-Fahrer ohne eigenes Auto trägt er lieber Spotify als den Plattenspieler mit sich herum.

Dass sich die doch recht unspektakuläre Frage nach „Lerche oder Nachtigall?“ offenbar großer Beliebtheit bei Kämmerinnen und Kämmerern erfreut, und diese darüber hinaus sogar zu kreativen Höhenflügen anregt, zeigt auch die Antwort von Thorsten Spillmann aus Dormagen: Bei ihm wird seine innere Lerche sogar ab und zu zur Nachtigall.

40 oder 80 Stunden Wochenarbeitszeit?

Ähnlich verhält es sich mit den Antworten auf die Frage nach der Wochenarbeitszeit. Hier stellt die Mehrheit ebenso große Kreativität und Eloquenz unter Beweis. So zum Beispiel Dominik Bomholt, Kämmerer der Gemeinde Nottuln, der seine Arbeitszeit mit „wahrscheinlich irgendwo in der Mitte“ zwischen 40 und 80 Wochenstunden angibt, allerdings „mit dem ehrgeizigen Ziel, die 40-Stundenwoche zu erreichen“. Bei Matthias Rink aus Lüneburg zählen „die Ergebnisse, nicht die Wochenarbeitszeit.“ Er fügt hinzu: „Bei dem Job darf man eh nicht auf die Uhr schauen.“ Auch Marc Alexander Ulrich, Kämmerer der Stadt Herne, gibt an dieser Stelle zu bedenken, dass eine lange Anwesenheit nicht automatisch zum Erfolg führe. Diplomatisch bis salomonisch zeigt sich Torsten Bonew, Kämmerer der Stadt Leipzig, wenn er antwortet: „Die Wahrheit im Leben liegt meist in der Mitte.“ 

Kämmerer-Wahl: Homeoffice oder Rathaus?

Auffällig bei vielen Fragen ist, dass die meisten Kämmerinnen und Kämmerer gerne mit „irgendwo in der Mitte“ oder „dazwischen“ antworten. Entweder, sie können sich schlecht entscheiden, oder sie sind durch ihren beruflichen Alltag dahingehend geprägt, zwischen Politik, Verwaltung und Bürgern erfolgreich vermitteln zu müssen. Ebenso viel Konsens erfährt die Beantwortung der Frage nach „Homeoffice oder Rathaus?“ In einmaliger und doch offenbar kämmerertypischer Weise auf den Punkt gebracht hat hier Daniel Wieneke aus Solingen seine Meinung mit der Antwort: „Beides. Bei manchen Themen ist es wichtig, sich in die Augen zu schauen. Das ist mit Kacheln immer etwas schwierig.“ Für seinen Kollegen Peter Wapelhorst aus Soest ist die Antwort ebenso eindeutig uneindeutig: „Mehr Rathaus als Homeoffice – aber beides denkbar.“

Selten eindeutig positioniert sich allerdings Christian Peters aus Garbsen mit seiner Antwort auf die Frage nach der Beantwortung von Mails im Urlaub. Niedersächsisch klar retourniert er hier mit: „Nein, es gibt auf dem Abenteuertrip kein WLAN.“ Kämmerin Janina Hortmann (Bergneustadt) wiederum checkt ihre Mails im Urlaub – allerdings nur unter der Bedingung, dass dieser an der Nordsee stattfindet. Kai Kratschmer, Wolfenbüttel, versucht sich hier wohl mit einem zwinkernden Auge an einer eindeutig uneindeutigen Antwort, kassiert dafür aber direkt einen Hustenanfall: „Natürlich würde ich niemals Mails im Urlaub checken, das wäre ja der Erholung abträglich (Hust…).“

Stephanie Saß, Kämmerin der Stadt Falkensee, schließt das Kämmerer-Wahl-Jahr 2024 mit knappen und zumeist eindeutigen Antworten. Die Quintessenz daraus: Sie setzt auf Excel und schwarzen Kaffee und versucht im Urlaub, ihre Mails nicht zu checken.

In diesem Sinne wünscht die DNK-Redaktion allen Leserinnen und Lesern eine gute Erholung mit möglichst wenigen Mails im Weihnachtsurlaub.

ak.meves@derneuekaemmerer.de

Anne-Kathrin Meves

Anne-Kathrin Meves ist Redakteurin der Zeitung „Der Neue Kämmerer“. Nach dem Studium der Anglistik, Geschichte und Wirtschaftswissenschaften (M.A.) hat sie ein Volontariat beim Deutschen Fachverlag in Frankfurt am Main absolviert. Danach wechselte sie 2011 als Redakteurin zu Frankfurt Business Media, dem FAZ Fachverlag. Zunächst schrieb sie dort für die Magazine „FINANCE“ und „Der Treasurer“. 2018 wechselte sie in das Redaktionsteam von „Der Neue Kämmerer“.