Wärmewende: Wie Stadtwerke privates Kapital optimal nutzen

Artikel anhören
Artikel zusammenfassen
Teilen auf LinkedIn
Teilen per Mail
URL kopieren
Drucken

Die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung ist für Städte und Gemeinden aktuell eine der drängendsten und zugleich komplexesten Aufgaben. Die gesetzlich verankerte kommunale Wärmeplanung wird dabei zum zweischneidigen Schwert: Sie schafft strategische Klarheit, legt aber zugleich einen enormen Kapitalbedarf offen, der ohne privates Kapital kaum zu decken ist. Dieses steht zwar reichlich zur Verfügung, doch finden Stadtwerke und Investoren aktuell nur selten zueinander. Aktuelle Studien taxieren den Investitionsbedarf allein für die Dekarbonisierung der Fernwärme in Deutschland bis 2045 auf bis zu 200 Milliarden Euro. Auf mittelgroße Stadtwerke entfallen ca. 126 Milliarden Euro des Investitionsbedarfs. Das bedeutet eine massive Steigerung ihrer jährlichen Investitionen von derzeit gut zwei auf fünf bis sechs Milliarden Euro. Allein in der Tiefengeothermie, eine der Schlüsseltechnologien, wird der Investitionsbedarf auf das Zehnfache der bisherigen Investitionen geschätzt.  Staatliche Fördertöpfe sind oft befristet oder unterfinanziert und somit kaum geeignet, um die strukturelle Finanzierungslücke zu schließen.

Sie möchten diesen Artikel weiterlesen?
Sie haben bereits ein Nutzerkonto?