Erlangen macht den ÖPNV in der Innenstadt kostenlos. Die Stadt erhofft sich davon weniger Autoverkehr. Was das Projekt die Kommune kosten wird, ist noch unklar.

Die bayerische Stadt Erlangen macht den ÖPNV in der Innenstadt für die Fahrgäste kostenlos. Die Stadt trägt dafür die Kosten. Wie hoch diese letztlich ausfallen, wird allerdings erst noch ermittelt. Oberbürgermeister Florian Janik spricht gegenüber der DNK-Schwesterpublikation „OBM-Zeitung“ von einem „Experiment“: Die Stadt beobachte, welche Effekte der Gratis-ÖPNV auf lokale Klimadaten und Verkehrsströme hat.

Kostenloser ÖPNV in Erlangen ab 2022

Ab dem 1. Januar 2022 ist die Fahrt auf einer zentralen Innenstadtlinie mit dem ÖPNV kostenlos. Ab 2023 soll dies auf weiteren Strecken in der City ebenfalls gelten. Für das Gratisangebot seien drei Gründe ausschlaggebend, erklärt Janik. Vor allem will die Stadt den Autoverkehr im Zentrum zurückdrängen. So will sie die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der City verbessern. Daher sind die entsprechenden Buslinien mit einem Großparkplatz verbunden. So hofft die Stadt, dass Menschen zukünftig – sofern nicht unbedingt nötig – nicht mit dem Auto in die City fahren und dort nach Parkplätzen suchen, sondern ihr Fahrzeug zentral abstellen und mit dem ÖPNV einpendeln.

Zweitens steht das Gratisangebot im Kontext der Bemühungen der Stadt um Klimaschutz, CO2-Reduktion und die Förderung des Umweltverbunds im Hinblick auf eine nachhaltige Mobilität. Drittens spricht Janik von einem „Statement in Richtung Handel und Gastronomie“. Das kostenlose Mobilitätsangebot diene auch dazu, Publikums- und Kundenströme in der Innenstadt zu fördern.

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Konkrete Kosten für die Stadt noch unklar

Dies lässt sich die Stadt etwas kosten. Sie finanziert die Gratisfahrten. Wieviel auf die Stadtkasse zukommt, kann Janik aber noch nicht konkret beziffern. „Wir erfassen zunächst, wie viele Personen das Kostenlosangebot überhaupt nutzen.“ Für jede beförderte Person zahlt die Stadt den Fahrpreis an den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg. „Je mehr Personen das Kostenlosangebot also nutzen, umso höher wird die finanzielle Belastung der Stadt“, erklärt Janik. 

Die Stadt wolle modellhaft „Erfahrungsdaten“ sammeln. Dies betreffe nicht nur die Effekte des Gratisangebots auf Verkehr, Klima und Frequenz in der Innenstadt, sondern auch die endgültigen finanziellen Auswirkungen. Die Einführung des Gratis-ÖPNV hat der Stadtrat unbefristet beschlossen.

a.erb(*)derneuekaemmerer(.)de

Info

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