Als neuer Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Städtetags macht Thomas Kufen Tempo: Das Land drängt er zur Altschuldenlösung.

Bis „spätestens Mitte nächsten Jahres“ müsse die Perspektive auf eine Altschuldenlösung in Nordrhein-Westfalen bestehen. Dies forderte der neue Vorsitzende des nordrhein-westfälischen Städtetags Thomas Kufen am Donnerstag bei der Mitgliederversammlung des Verbands in Essen. Das Zeitfenster, eine Lösung auf den Weg zu bringen, schließe sich, sagte Kufen angesichts steigender Zinsen sowie der sich abzeichnenden Inflation.

Steigende Zinsen und Inflation: Altschuldenlösung drängt

Kufen forderte die sich bildende Landesregierung dazu auf, das Themas mit hoher Priorität zu behandeln. Laut Städtetag liegt die Höhe der kommunalen Altschulden in Nordrhein-Westfalen bei 21 Milliarden Euro. Dem müsse dringend gegengesteuert werden, so Kufen. Ohnehin sorgten die Inflation, Kostensteigerungen und die Zinsentwicklung für Sorgen in den Kämmereien.

Nordrhein-Westfalen ist das einzige der Bundesländer, die von hohen kommunalen Altschulden betroffen sind, das sich diesbezüglich bislang noch nicht auf einen Lösungsweg begeben hat. Zuletzt machten Mitgliedskommunen des Bündnisses „Für die Würde unserer Städte“ daher abermals in Düsseldorf mit einer augenfälligen Demonstration die Landespolitik auf die Problematik aufmerksam.

Kufen und Eiskirch an der Spitze des Städtetags

Die Mitgliederversammlung des Städtetags wählte Kufen, Oberbürgermeister in Essen, zum neuen Vorsitzenden. Er löst den bisherigen Vorsitzenden Pit Clausen, Oberbürgermeister in Bielefeld, ab. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde der Bochumer Oberbürgermeister Thomas Eiskirch gewählt. Bislang war Kufen Stellvertreter.

a.erb@derneuekaemmerer.de

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