Städte begeben sechste Anleihe gemeinsam

22.02.18 12:08

NRW-Städte platzieren weitere Gemeinschaftsanleihe

Von Sarah Nitsche

Fünf Städte aus Nordrhein-Westfalen haben erneut mit einer Anleihe gemeinsam Geld am Kapitalmarkt eingesammelt. In den Konditionen spiegeln sich erste Effekte der steigenden Zinsen wider – obwohl der Spread auf einem deutlich niedrigeren Niveau als bei den vorangegangenen Transaktionen liegt.

Zum bereits sechsten Mal haben mehrere Städte aus Nordrhein-Westfalen eine gemeinsame Anleihe platziert. Das Papier hat ein Volumen von 250 Millionen Euro und eine Laufzeit von zehn Jahren. Der Kupon beträgt 1,375 Prozent bei jährlicher Zinszahlung und liegt damit leicht über dem der letzten Gemeinschaftsanleihe aus dem Frühjahr 2017, die – noch in einem niedrigeren Zinsumfeld platziert – einen Kupon von 1,0 Prozent zahlt.

 

Allerdings konnte der Spread des aktuellen Bonds mit 24 Basispunkten über Midswap deutlich niedriger festgesetzt werden; die Anleihe aus 2017 wurde noch mit einem Spread von MS+38 begeben. Diese Entwicklung zeigt, dass die Gemeinschaftsanleihe sich mittlerweile bei Investoren etabliert hat, zudem haben sich die Spreads auch bei vergleichbaren Papieren am Sekundärmarkt verengt.

 

Mit 44 Prozent hat erneut die Stadt Essen den größten Anteil des Volumens übernommen, auf die Städte Hagen, Solingen und Herne entfallen jeweils 16 Prozent, Remscheid hat 8 Prozent übernommen. Mit der neuen Emission wollen die Städte einen Teil der nun ausgelaufenen ersten Gemeinschaftsanleihe aus dem Jahr 2014 refinanzieren.

 

Platziert wurde das Papier weit überwiegend bei inländischen Investoren aus dem Banken- und Sparkassensektor, etwa 7,5 Prozent der Orders kamen aus dem Ausland. Joint Lead Manager der Transaktion waren die DekaBank, die Deutsche Bank, die Helaba und die HSBC.

 

s.nitsche@derneuekaemmerer.de