Bad Homburg: Einbruch bei Gewerbesteuereinnahmen

15.11.17 12:32

Kämmerer Krug verhängt Haushaltssperre für Bad Homburg

Von Sarah Nitsche

Kämmerer Karl-Heinz Krug (SPD) hat eine Haushaltssperre bis Ende des Jahres für die Stadt Bad Homburg vor der Höhe erlassen. Die Sparmaßnahmen könnten im kommenden Jahr unter seinem Nachfolger fortgesetzt werden.

Wegen geringerer Steuereinnahmen in Höhe von etwa 20 Millionen Euro hat Kämmerer Karl-Heinz Krug (SPD) eine Haushaltssperre für die Stadt Bad Homburg vor der Höhe verhängt. Der Hauptgrund sei eine Gewerbesteuerrückzahlung an ein Unternehmen, das eine Tochterfirma aufgelöst habe. Gleichzeitig werde voraussichtlich im kommenden Jahr ein Nachzahlung dieses Unternehmens anstehen, da es nun eine neue Tochtergesellschaft gegründet habe.

 

Die Stadtverordnetenversammlung hat der bis zum Jahresende geltenden Haushaltssperre schon zugestimmt, sie soll zusätzliche Einsparungen von etwa 800.000 Euro bringen. Für das Jahr 2017 wird nun ein Defizit von 4,5 Millionen Euro erwartet – denn an anderen Stellen sprudeln die Steuern stärker als erwartet. So seien unter anderem die Gewerbesteuerzahlungen von anderen ortsansässigen Betrieben höher ausgefallen, außerdem verbucht die Stadt ein größeres Plus bei der Einkommenssteuer.

 

Auch im Jahr 2018 könnten die Sparmaßnahmen allerdings fortgesetzt werden. Kämmerer Krug hat bereits eine weitere Sperre von 10 Prozent für Sach- und Dienstleistungen vorgeschlagen, über die die Stadtverordneten noch entscheiden müssen. Der Konsolidierungskurs würde dann unter Regie von Meinhard Matern (CDU) weitergeführt werden, der im Februar die Nachfolge von Karl-Heinz Krug antritt.

 

Bad Homburg hat gut 55.500 Einwohner und ist die Kreisstadt des Hochtaunuskreises in Hessen.

 

s.nitsche@derneuekaemmerer.de