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26.07.19
Prozessmanagement & IT

Digitalisierung: Kommunen sehen noch viel Luft nach oben

Nur wenige Kommunen sind mit dem eigenen Digitalisierungsstand zufrieden, zeigt eine aktuelle Umfrage. Vielerorts fehlt es an passgenauen Strategien. Auch der hohe Finanzbedarf bremst die Digitalisierung der Verwaltung aus.

Bei der Digitalisierung stellen sich viele Kommunen selbst ein schlechtes Zeugnis aus. Das belegt die Umfrage „Zukunftsradar Digitale Kommune 2019“ des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), die am gestrigen Donnerstag vorgestellt wurde. Demnach bewerten lediglich sechs der insgesamt 538 teilnehmenden Städte und Gemeinden ihren Digitalisierungsstand mit „sehr gut“. Weitere 17 Prozent ordnen sich in der Kategorie „gut“ ein. Fast ein Drittel der befragten Kommunen bewertet sich hingegen mit „schlecht“ oder „sehr schlecht“.

Ohne Strategie unterwegs

Digitalisierungsstrategien sucht man laut Umfrage in mehr als der Hälfte der befragten Kommunen vergebens. Lediglich sieben Prozent der befragten Städte und Gemeinden sind bereits dabei, eine auf die Situation vor Ort angepasste Strategie umzusetzen. 29 Prozent sind gerade dabei, einen Umsetzungsplan zu erarbeiten. „Digitalisierung ist ein komplexes Thema. Die Frage, womit und wie vor Ort damit begonnen werden soll, muss in jeder Kommune individuell beantwortet werden. Es gibt keinen Umsetzungsplan, der für jede Stadt oder Gemeinde funktioniert“, betont DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg.

Hemmschuh bei der Digitalisierung ist in der Wahrnehmung der Kommunen vor allem der hohe Finanzierungsbedarf. Probleme gibt es laut Umfrage aber auch bei der Gewinnung von Fachkräften.

Gemeinsam geht es besser

Hohe Potenziale sehen die Kommunen in der interkommunalen Zusammenarbeit. 71 Prozent sind davon überzeugt, dass eine stärkere Vernetzung über die Ortsgrenzen hinaus die eigenen Digitalisierungsfortschritte unterstützen kann. „Digitalisierung bietet die Chance, Aufgaben aufzuteilen und intensiver zusammenzuarbeiten. Das haben die Kommunen erkannt“, so Landsberg.

a.mohl(*)derneuekaemmerer(.)de

 

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