München steigt von Linux auf Windows um

24.11.17 11:37

Linux-Aus kostet Stadt München fast 90 Millionen Euro

Von Ariane Mohl

Als die Stadt München vor 14 Jahren auf die Linux-Variante Limux umstieg, wollte sie damit Geld sparen. Doch nun belastet die vom Rat beschlossene Rückkehr zu Windows die Stadtkasse mit erheblichen Summen.

Die am gestrigen Donnerstag vom Münchner Stadtrat beschlossene Umstellung der IT von der Linux-Variante Limux auf Windows kommt die Stadt teuer zu stehen. In einer Vorlage für den Rat ist von Gesamtkosten von ca. 89 Millionen Euro die Rede. Die Stadt rechnet laut einer Mitteilung mit "zahlungswirksamen Gesamtkosten für sämtliche Umsetzungsprojekte" in Höhe von 86,1 Millionen Euro für die Schaffung einer „stadtweit einheitlichen Client-Architektur“. Alleine für die nötigen Lizenzen muss die Stadt demnach fast 30 Millionen Euro ausgeben. Weitere 24 Millionen Euro sind für externe Berater veranschlagt. Hinzu kommen Personalkosten in Höhe von 14 Millionen Euro und IT-Dienstleistungen in Höhe von 13,4 Millionen Euro. Neue Hardware schlägt mit weiteren 4,8 Millionen Euro zu Buche.

 

Die Stadt München hatte im Jahr 2003 beschlossen, die komplette IT von Windows auf die freie Software Linux umzustellen. Das sollte helfen, Kosten zu sparen. Zudem wollte man sich von einem großen internationalen Konzern wie Microsoft unabhängig machen.

 

Nach Angaben der Stadt gab es jedoch von Seiten der Mitarbeiter schnell massive Beschwerden über Limux. Auch ein daraufhin von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten kam zum Ergebnis, dass die städtische IT erhebliche Defizite habe, unter anderem bei der Datensicherheit.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de