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16.09.19
Prozessmanagement & IT

Öffentliche Entscheider setzen auf digitale Plattformen

Öffentliche Verwaltungen und Versorger wollen den Bürgern und Kunden bessere digitale Dienstleistungen anbieten. Das zeigt eine aktuelle Studie zum Thema digitale Plattformen. Ihren Auf- und Ausbau stufen die meisten Entscheider als sehr wichtig ein.

Die Mehrheit der Entscheider der öffentlichen Verwaltungen sowie der Energie- und Wasserversorger in Deutschland stufen digitale Plattformen als wichtig bis sehr wichtig ein. Laut einer aktuellen Studie sehen es knapp 60 Prozent der Entscheider als ihr Ziel an, bessere digitale Dienstleistungen für Bürger und Kunden anzubieten. Außerdem ginge es den Verantwortlichen darum, kommerziellen Plattformen eine öffentlich finanzierte Alternative zu bieten.

Die Studie „Potenzialanalyse Digitale Plattformen“ des Beratungsunternehmens Sopra Steria Consulting und des F.A.Z.-Institut basiert auf einer Online-Befragung in den Branchen Banken, Versicherungen, Energie- und Wasserversorgung, Telekommunikation und Medien, öffentliche Verwaltung, Automotive sowie sonstiges verarbeitendes Gewerbe. Im April und Mai 2019 befragten die Studienautoren 355 Entscheider, Manager und Fachkräfte, ob und wie ihr Unternehmen auf digitalen Plattformen vertreten ist, welche Chancen die sogenannte Plattformökonomie bietet und welche Risiken bestehen.

Verwaltungen und Versorger auf Partnersuche

Laut Studienergebnis suchen die Verantwortlichen für große Plattformvorhaben verstärkt nach Partnern. 84 Prozent der befragten Entscheider sind demnach der Ansicht, öffentliche digitale Leistungen nur noch im Verbund mit anderen Unternehmen und öffentlichen Partnern erbringen zu können. Sie setzen auf offene, aber öffentlich-rechtlich kontrollierte Plattformansätze.

Einer davon ist beispielsweise Alternativen zu kommerziellen Plattformen wie Google, Apple, Facebook und Amazon zu schaffen und so deren Marktmacht zu begrenzen. 87 Prozent der Befragten befürchten der Studie zufolge Abhängigkeiten durch dominierende Plattformen.

Die Branche der Energie- und Wasserversorger ist laut den Autoren der Studie ebenfalls in der Plattformökonomie aktiv. So positioniere sich etwa die RWE-Tochter Innogy als Smart-Home-Portal. Auch für Stadtwerke sei die Rolle des Betreibers einer eigenen Plattform interessant. Sie positionieren sich der Studie zufolge als digitale Drehschreibe für kommunale und regionale Leistungen für Bürger.

ak.meves(*)derneuekaemmerer(.)de

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