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13.11.18
Prozessmanagement & IT

Viele Kommunen hängen mit der E-Rechnung hinterher

Die E-Rechnung ist für viele Kommunen immer noch ein Fremdwort – häufig werden Rechnungen weiterhin ausgedruckt. Auch beim Thema E-Payment gibt es Luft nach oben, zeigt eine aktuelle Studie.

Bei der Umstellung auf die elektronische Rechnung kommen viele Kommunen nicht hinterher. 39 Prozent sind aktuell noch nicht in der Lage, Rechnungen digital zu empfangen und weiterzuverarbeiten. Immerhin 43 Prozent haben mit der Umstellung begonnen und sind optimistisch, diese bis April 2020 abgeschlossen zu haben. 19 Prozent haben den Prozess bereits erfolgreich gemeistert. Das sind einige zentrale Ergebnisse der Studie „E-Government im kommunalen Bereich“ des Instituts ibi research, die im Auftrag von Girosolution und giropay entstanden ist. Ausgewertet wurden 270 Online-Fragebögen.  

Die Studie zeigt, dass eine durchgängige, medienbruchfreie Verarbeitung elektronischer Rechnungen nach wie vor die Ausnahme ist. 68 Prozent der Empfänger von E-Rechnungen drucken diese aus und bearbeiten sie anschließend manuell weiter.

E-Rechnungen sparen Zeit

Dabei scheinen den Befragten die Vorteile der elektronischen Rechnungsbearbeitung durchaus bewusst zu sein. Sie gaben an, für eine rein papierbasierte Bearbeitung einer Rechnung im Schnitt 21 Stunden aufwenden zu müssen. Ist der Prozess komplett digitalisiert, würde sich der Aufwand demnach auf neun Stunden verringern. 

Die Studie gibt auch Auskunft über die größten Schwierigkeiten und Hürden bei der Einführung der E-Rechnung. 70 Prozent bereitet die nötige Anpassung interner Prozesse Bauchschmerzen, 69 Prozent befürchten, dass viele Verwaltungsmitarbeiter sich mit den Neuerungen schwer tun könnten. Mit jeweils 48 Prozent folgen die technische Umsetzung sowie die Anbindung der E-Rechnung an die städtische IT als Stolpersteine. 

Ausführlich beschäftigt sich die Studie auch mit dem Thema E-Payment. Fast jede zweite Kommune (46 Prozent) bietet demnach Online-Bezahlmöglichkeiten an. Weitere 41 Prozent stecken noch im Umsetzungsprozess.13 Prozent haben das Thema nicht auf ihrer Agenda.

a.mohl(*)derneuekaemmerer(.)de

 

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