Anti-Korruptionsoffensive der Stadt Dortmund

08.03.18 15:23

Korruption: Dortmund verbietet Geschenke an Erzieherinnen

Von Melanie Weber

Eine Dienstanweisung zur Korruptionsprävention der Stadt Dortmund verbietet Erzieherinnen der städtischen Kitas, Geschenke von Eltern anzunehmen. So soll verhindert werden, dass einzelne Kinder besser behandelt werden als andere oder Eltern sich Vorteile bei der Platzvergabe verschaffen.

Erzieherinnen der städtischen Kitas in Dortmund dürfen keine Geschenke annehmen, da dies als mögliche Bestechung ausgelegt werden könnte. Präsente zum Geburtstag der Kita-Angestellten sind damit ebenso tabu wie kleine Aufmerksamkeiten der Eltern zum Dienstjubiläum. Die Regelung gilt selbst dann, wenn die Beschenkte gar nicht mehr in der städtischen Kita tätig ist. „Beschäftigten der Stadt Dortmund ist es – auch nach Beendigung ihres Dienstverhältnisses – grundsätzlich untersagt, in direktem oder indirektem Zusammenhang mit dem Dienst- bzw. Beschäftigungsverhältnis Zuwendungen jeglicher Art ohne Zustimmung des Dienstvorgesetzten anzunehmen oder sich versprechen zu lassen“, zitieren die Ruhrnachrichten aus der Dienstanweisung der Stadt. So wolle man etwa verhindern, dass Eltern sich bei der Vergabe der Kita-Plätze Vorteile verschaffen und eine Gleichbehandlung aller Kita-Kinder sicherstellen.

 

Stadtsprecher Michael Meinders betonte im Gespräch mit den Ruhrnachrichten, dass Beschäftigte und Führungskräfte das Thema sehr ernst nähmen, „auch damit sich niemand unwissend in Gefahr begibt“.

 

melanie.weber@frankfurt-bm.com