Herr Berg, wo steht die kommunale Ebene in Deutschland beim Thema digitaler Zwilling?
Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Viele Städte behaupten, bereits einen digitalen Zwilling zu haben. Wenn man sich das genauer ansieht, merkt man allerdings schnell, dass jede Stadt darunter etwas anderes versteht. Oft handelt es sich um vergleichsweise einfache digitale Abbilder oder Karten in 3D. Richtig spannend wird es erst da, wo komplette Prozesse in der Verwaltung oder bei einem Stadtwerk abgebildet werden. Hier kommen Livedaten ins Spiel, bei denen die Verbindung zwischen der realen Welt und dem digitalen Abbild eine Schlüsselrolle spielt. Mit einem solchen Ansatz wird eine Kommune in die Lage versetzt, nicht nur reagieren, sondern proaktiv steuern zu können. In Deutschland gibt es Vorreiter wie Hamburg und München, die schon gut entwickelte digitale Zwillinge haben, in der Fläche stehen wir noch ganz am Anfang.
Wie digitale Zwillinge Städte smarter machen
