Die städtischen Bühnen Köln hatten bei der Greensill Bank 15 Millionen Euro angelegt. Die Stadt hat den Sachverhalt nun aufgeklärt.

Noch im Januar hatten die Bühnen der Stadt Köln 15 Millionen Euro bei der mittlerweile insolventen Greensill Bank angelegt. Nur zwei Monate später, im März, kam die Hiobs-Botschaft: Die Bafin hat ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot gegenüber der Bremer Bank verhängt.

Unmittelbar nach Bekanntwerden hat die Stadt Köln daraufhin eine Untersuchung der Vorgänge eingeleitet. Hierfür beauftragte die Kommune die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO und die Rechtsanwaltskanzlei Luther.

Umfangreiche Untersuchung wegen Greensill-Anlagen

Wie DNK in Erfahrung gebracht hat, liegen die ersten Ergebnisse der Prüfungsgesellschaft und der Kanzlei nun vor. Sie gliedern sich in drei unterschiedliche Prüfkomplexe. Bei einer forensischen Untersuchung wurden Hintergründe, Prozesse und Entscheidungswege beleuchtet sowie die beteiligten Personen und Firmen hinsichtlich der Anlage der 15 Millionen Euro befragt.

Zudem wurde ein Gutachten zur Frage des Innenregresses erstellt. Darin ging es um beteiligte Personen der städtischen Bühnen. Des Weiteren wurde der Kommunalpolitik der Stand der rechtsgutachterlichen Prüfungen zur Haftung verschiedener externer Verantwortlicher mitgeteilt. Dazu gehören zum Beispiel der Finanzberater, der Wirtschaftsprüfer der Greensill Bank oder auch das Greensill-Management.

Keine Schadensersatzansprüche gegen Mitarbeiter der Bühnen

Die Untersuchung ergab demnach, dass nach jetzigem Stand keine Ansprüche der Stadt Köln gegen Mitarbeiter der Bühnen bestünden. Teilweise Pflichtverletzungen der Involvierten könnten zwar nicht gänzlich ausgeschlossen werden, es sei aber kein vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten festgestellt worden.

Allerdings rechnet sich die Stadt Köln offenbar gute Chancen aus, Schadensersatzansprüche gegen externe Beteiligte zu haben. Zudem hofft die Kommune zumindest auf eine teilweise Begleichung der Summe durch das reguläre Insolvenzverfahren.

a.jarchau@derneuekaemmerer.de

Info

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