Eine Koordinierungs- und Transferstelle Smart Cities soll die Digitalisierung von Kommunen beflügeln. Das Innenministerium hat sie beauftragt.

Eine neue Koordinierungs- und Transferstelle Smart Cities soll Kommunen dabei unterstützen, Smart-City-Projekte umzusetzen. Dabei stehen insbesondere die Kommunen im Fokus, deren Projekte im Programm „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesinnenministeriums gefördert sind. Die Transferstelle zielt darauf ab, Erkenntnisse und Innovationen, was die Digitalisierung von Kommunen betrifft, in die Breite zu bringen.

Wissensaustausch in Sachen Smart City

Ausgeschrieben wurde der Betrieb der Transferstelle vom Bundesinnenministerium bis 2030. Den Zuschlag hat nun ein Konsortium bekommen, für das das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt federführend ist. Zudem sind unter anderem das Deutsche Institut für Urbanistik, die Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation sowie für Experimentelles Software Engineering, das Stadtplanungsunternehmen Creative Climate Cities und das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos daran beteiligt.

„Die neue Transferstelle soll die Voraussetzungen für den Wissensaustausch nicht nur zwischen den geförderten Kommunen schaffen, sondern weit darüber hinaus. Ziel ist es, dass alle interessierten Städte, Gemeinden und Landkreise davon profitieren können“, sagt Jens Libbe, Leiter des Forschungsbereichs Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen am Deutschen Institut für Urbanistik. „Bestehende nationale und internationale Expertise – etwa die der kommunalen Spitzenverbände und anderer Interessenvertretungen – soll bei der bis Ende 2030 geförderten Maßnahme explizit eingebunden werden.“

Digitale Innovation beschleunigen und in die Breite tragen

Laut Ausschreibung ist die Begleitung der „Modellprojekte Smart Cities“ eine wesentliche Aufgabe der Transferstelle. Sie sammelt die in den Modellprojekten generierten Erkenntnisse und organisiert einen diesbezüglichen Austausch unter den Kommunen. Die neue Smart-City-Stelle soll Impulse zum interkommunalen und interdisziplinären Wissenstransfer geben. So soll sie die Verbreitung digitaler Innovationen beschleunigen sowie die Entwicklung erfolgreicher Smart-City-Projekte beflügeln.

In den ersten beiden Staffeln des Wettbewerbs „Modellprojekte Smart Cities“ 2019 und 2020 wurden zusammen 45 Kommunen in der Förderkulisse aufgenommen. In der dritten Staffel 2021 kommen 28 hinzu. In der Ausschreibung für die neue Transferstelle ist die Rede davon, dass die Förderung von rund 85 Projekten angestrebt sei. Zudem könne gegebenenfalls eine vierte Förderstaffel angesetzt werden.

a.erb@derneuekaemmerer.de

Info

Die Fachmedien „Der Neue Kämmerer“ und „OBM-Zeitung“ veranstalteten unlängst ein Webinar, das sich der Digitalisierung in Städten auch im Kontext von Förderprogrammen wie „Modellprojekte Smart Cities“ widmete. Das Webinar „Bausteine für eine effektive und nachhaltige Digitalisierung“ ist online hier abrufbar.

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