Statt der geplanten 100 Millionen Euro erhöht die Stadt Münster das Volumen ihres grünen Schuldscheins auf 140 Millionen Euro. Stadtkämmerin Christine Zeller sieht darin „Anerkennung für Nachhaltigkeitsbestrebungen“.

Die Stadt Münster ist derzeit in der „letzten Phase“, der finalen Platzierung ihres ersten grünen Schuldscheins. Unter Mitwirkung des beauftragten Bankenkonsortiums aus Helaba und Unicredit wurde die Entgegennahme von Orderaufträgen jetzt „erfolgreich abgeschlossen“, wie die Stadt in einer Mitteilung vom Dienstag meldet.

Damit liegt die Stadt offenbar genau in ihrem vorher skizzierten Zeitplan – DNK berichtete. Bereits seit rund einem Jahr bereitet sich Münster darauf vor, nachhaltige kommunale Investitionen über einen grünen Schuldschein zu finanzieren. Anfang September sprach Stadtkämmerin Christine Zeller davon, dass die Verträge bis Ende September „unter Dach und Fach“ gebracht werden sollten, allerdings mit der Einschränkung „wenn der Kapitalmarkt bis dahin keine Überraschung bereit hält“.

Interesse der Investoren am grünen Schuldschein

Bei der Investorenansprache hat sich laut Mitteilung nun jedoch eine solch „große Begeisterung wie Bereitschaft“ gezeigt, dass über die Laufzeiten von sieben bis 20 Jahren ein „weit höheres“ Volumen am Markt hätte platziert werden können als zunächst vorgesehen. Daher hat die Stadt Münster das Schuldscheinvolumen von den ursprünglich geplanten 100 Millionen Euro auf 140 Millionen Euro aufgestockt.

„Das große Interesse der Investoren an unserem Grünen Schuldschein auch in einem zurzeit schwierigen Marktumfeld ist für die Stadt Münster Anerkennung für die langjährigen kommunalen Nachhaltigkeitsbestrebungen in den unterschiedlichsten Bereichen unserer Stadt und gleichzeitig Motivation, diesen Weg weiter zu verfolgen“, kommentiert Stadtkämmerin Zeller die Aufstockung.

ak.meves@derneuekaemmerer.de

Info

Auf der DNK-Themenseite Alternative Finanzierungen finden Sie unter anderem weitere Nachrichten über die Vorbereitungen der Stadt Münster zu ihrem green bond.

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